Forschung /

SNF Ambizione-Grant an Nachwuchsforscherin der Fakultät für Psychologie

Tiergestützter Interventionen bei Patienten mit Hirnverletzung

SNF Ambizione-Grant an Dr. Karin Hediger: Psychophysiologische Effekte tiergestützter Interventionen bei Patienten mit Hirnverletzung

Tiergestützte Interventionen werden immer häufiger und in unterschiedlichsten Settings eingesetzt. Auch in der Neurorehabilitation stellt der Einbezug von Tieren in der Therapie eine vielversprechende Methode dar. Trotz praktischen Erfahrungen gibt es jedoch noch keine systematischen Studien zu den Effekten von tiergestützten Interventionen bei Patienten mit Hirnverletzung. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat nun mit über 700’000 Franken ein Forschungsprojekt von Dr. Karin Hediger gefördert. Dr. Hediger ist Postdoc-Assistentin der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Fakultät für Psychologie der Universität Basel, das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem REHAB Basel sowie der Human und Animal Health Unit am Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut durchgeführt. 

Im Forschungsprojekt werden die Effekte sowie der therapeutische Nutzen von tiergestützter Therapie für Patienten mit erworbenen Hirnschädigungen mit unterschiedlichen Funktionsdefiziten im Vergleich zum bisherigen Standardtherapieangebot untersucht. Dazu werden einerseits Effekte auf das sozioemotionale Funktionsniveau, die Therapiemotivation sowie die Lebensqualität gemessen bei Patienten mit gewissen Funktionsdefiziten aber vollem Wachbewusstsein. Andererseits werden die Effekte auf das Bewusstsein sowie die therapeutische Zielerreichung bei Patienten mit schweren Bewusstseinsstörungen anhand von Verhaltensbeobachtung sowie zugrundeliegenden physiologischen Parametern erforscht.Das Projekt wird neue und wichtige Informationen über Effekte und Mechanismen von tiergestützten Interventionen generieren. Die Ergebnisse leisten damit einen Beitrag zur Entwicklung neuer Therapiemethoden in der Rehabilitation von Menschen mit Hirnverletzungen und insbesondere von Menschen mit schweren Bewusstseinsstörungen.