Wissenschaftliche Karriere und Familie


Die Universität Basel und die Fakultät für Psychologie hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie für Frauen und Männer zu gewährleisten und eine Kultur der Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber Mitgliedern der Universität mit Familienverantwortung zu schaffen. Generelle Informationen dazu bietet die Website des Familienservice der Universität Basel, im Folgenden sollen die Angebote und Möglichkeiten dazu beschrieben werden:

Schwanger- und Elternschaft

  • Anstellung: Eine Frau darf aufgrund einer Schwangerschaft bei einer Anstellung nicht diskriminiert werden. Wird bei einem Bewerbungsgespräch direkt nach einer Schwangerschaft gefragt, was eigentlich unzulässig ist, gilt das so genannte «Notwehrrecht der Lüge»: Eine Schwangerschaft darf verleugnet werden, weil befürchtet werden muss, dass die Bewerberin die in Aussicht stehende Stelle wegen der Schwangerschaft bzw. der bevorstehenden Mutterschaft nicht erhält. Es muss aber jede Schwangere selber entscheiden, ob eine Information angebracht ist oder nicht.
  • Bestehendes Arbeitsverhältnis: Grundsätzlich ist es sinnvoll, Vorgesetzte frühzeitig über die Schwangerschaft zu informieren, damit sie auf die Gesundheit der schwangeren Frau Rücksicht nehmen und der Mutterschaftsurlaub sowie ein allfälliger unbezahlter Urlaub geplant werden können. In der Probezeit kann auch einer schwangeren Frau (jedoch nicht wegen der Schwangerschaft) gekündigt werden. Es besteht das Recht, die Schwangerschaft zu verschweigen.
  • Kündigungsschutz während der Schwangerschaft: Während der Schwangerschaft und in den 16 Wochen nach der Geburt darf einer Frau nicht gekündigt werden. Eine während dieser Frist erklärte Kündigung ist nichtig. Schwangere Frauen dürfen hingegen – unter Beachtung der Kündigungsfristen – jederzeit kündigen. Ebenfalls ist jederzeit eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses im gegenseitigen Einvernehmen möglich. Von einer eigenen Kündigung und Arbeitsaufgabe vor der Niederkunft ist aber abzuraten, da sonst der Erwerbsersatz entfällt. Wer nach Niederkunft und Mutterschaftsurlaub nicht mehr arbeiten möchte, soll den Vertrag erst auf ein Datum nach der Niederkunft auflösen.
  • Stillzeiten: Stillende Angestellte dürfen nach Beendigung des Mutterschaftsurlaubes grundsätzlich nicht über die vereinbarte tägliche Arbeitszeit hinaus sowie nicht länger als neun Stunden pro Tag beschäftigt werden. Stillenden Müttern sind die für das Stillen oder für das Abpumpen von Milch erforderlichen Zeiten freizugeben. Mit der App mamamap finden Sie schnell und unkompliziert einen öffentlich zugänglichen Stillraum in Ihrer Nähe: www.mamamap.ch
  • Informationen, Tipps, Checklisten und Hilfestellungen zum Thema Arbeiten und Mutterschaft erhalten Sie auf der digitalen Agenda zur Begleitung schwangerer Mitarbeiterinnen: www.mamamap.ch

Urlaub aufgrund Elternschaft

  • Mutterschaftsurlaub: Bei Schwangerschaft und Mutterschaft besteht Anspruch auf eine bezahlte Absenz für die Dauer von 16 Wochen. Diese kann frühestens zwei Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin beginnen und dauert mindestens vierzehn Wochen nach der Geburt. Sie kann – unter Verzicht auf eine Absenz während der Schwangerschaft – höchstens bis 16 Wochen nach der Geburt dauern. Der Mitarbeiterin steht für die gesamte Dauer der bezahlten Absenz das volle Gehalt zu. Die Anmeldung für die Mutterschaftsentschädigung erfolgt durch die Mutter nach der Niederkunft. Das Anmeldeformular kann entweder beim Ressort Personal angefordert oder auf der Webseite der Universität Basel ausgedruckt werden. Die Mitarbeiterin füllt den Teil A aus und stellt ihn mit dem Geburtenschein und dem Familienbüchlein/Familienausweis dem Ressort Personal zu. Weitere Informationen können Sie der Wegleitung für werdende Mütter der Universität Basel entnehmen. Wird das Arbeitsverhältnis auf den Geburtstermin hin aufgelöst, hat die Arbeitnehmerin Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung von 14 Wochen. Die Auszahlung erfolgt durch die Ausgleichskasse. Weiterführende Informationen zur Mutterschaftsentschädigung finden Sie unter www.ahv-iv.info.
  • Stellvertretung während des Urlaubs: Stellvertretungen können grundsätzlich in der Höhe der Lohnsumme, die von der Mutterschaftsentschädigung zurückerstattet wird, angestellt werden (14 Wochen à 80 % des Gehalts der Angestellten, die sich im Mutterschaftsurlaub befindet).
  • Vaterschaftsurlaub: Die Universität Basel gewährt bei Geburt eines eigenen Kindes einen Vaterschaftsurlaub von 5 Tagen.
  • Elternurlaub bei Adoption: Wird ein Kind zur späteren Adoption aufgenommen, haben die Mutter oder der Vater Anspruch auf eine bezahlte Absenz von vier Wochen. Ein Splitting der Absenz zwischen den Elternteilen ist möglich.
  • Unbezahlter Elternurlaub: Zur Erfüllung ihrer Elternpflichten haben die Mutter oder der Vater im Anschluss an eine bezahlte Absenz Anspruch auf eine unbezahlte Absenz von maximal 16 Wochen. Im gegenseitigen Einvernehmen kann diese verlängert werden, wobei der bisherige Arbeitsplatz im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten garantiert wird.
  • Krankheit eines Familienmitglieds: Bei Krankheit eines Kindes und wegen privater oder familiärer Verpflichtungen (Krankheit im eigenen Haushalt, sofern keine andere Betreuungsmöglichkeit vorhanden ist und eine ärztliche Bestätigung vorliegt) besteht ein Recht auf maximal drei Tage bezahlte Absenz. Sollte diese überschritten werden, bestehen in Absprache mit den Vorgesetzten Kompensationsmöglichkeiten.
  • Schulferien des Kindes: Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ferien während der Schulferien der Kinder. Es empfiehlt sich, Ferienwünsche frühzeitig mit den Vorgesetzten abzusprechen. Für die Ferienkontrolle sind die Gliederungseinheiten verantwortlich.

 

Familien- und Unterhaltszulagen

Die Familienzulagen sollen die Kosten, die den Eltern durch den Unterhalt ihrer Kinder entstehen, teilweise ausgleichen. Sie umfassen Kinder- und Ausbildungszulagen sowie die von einzelnen Kantonen eingeführten Geburts- und Adoptionszulagen. Im Grundsatz besteht ein Anspruch auf Familienzulagen für alle Kinder, für welche die Bezügerin oder der Bezüger von Familienzulagen aufkommt. Der Anspruch auf Familienzulagen ist mit dem Formular Antrag für Familienzulagen und Unterhaltszulagen zu beantragen. Das Formular ist ausgefüllt samt den erforderlichen Beilagen an ihre Ansprechperson beim Ressort Personal zu senden. Die Familienausgleichskasse entscheidet abschliessend über die Auszahlung einer Familienzulage aufgrund der eingereichten Unterlagen. Die Auszahlung erfolgt durch die Universität. Änderungen wie Zivilstand, Anzahl Kinder, Wohnort, Arbeitgeber des Partners etc. sind dem Ressort Personal mitzuteilen.

  • Kinderzulagen: Im Kanton Basel-Stadt beträgt die Kinderzulage Fr. 200.– im Monat für jedes Kind, vom Geburtsmonat bis zum Monat, in dem das 16. Altersjahr vollendet wird. Für Kinder, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung erwerbsunfähig sind, wird die Kinderzulage bis zum Monat, in dem das 20. Altersjahr vollendet wird, ausgerichtet.
  • Ausbildungszulagen: Die Ausbildungszulage beträgt Fr. 250.– im Monat für jedes Kind nach dem 16. Altersjahr bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zum Monat, in dem das 25. Altersjahr vollendet wird.
  • Unterhaltszulagen: Anspruch auf eine Unterhaltszulage haben nur Mitarbeitende, für die gemäss Entscheid einer Familienausgleichskasse (FAK) eine Familienzulage zusteht. Eine Unterhaltszulage ist durch Mitarbeitende bei der Universität Basel mit demselben Formular wie die Familienzulagen zu beantragen.

 

Kinderbetreuung

Wer studiert, voll- oder teilzeitlich berufstätig ist, ist auf Entlastungsmöglichkeiten bei der Kinderbetreuung angewiesen. Wegen der grossen Nachfrage nach Betreuungsangeboten empfiehlt es sich, Kinder frühzeitig bei Krippen und Kindertagesstätten anzumelden. In der Regel werden die Kosten für die externe Kinderbetreuung einkommensabhängig berechnet. Das heisst, für geringere Einkommen sollte die Belastung entsprechend kleiner sein.

  • Kinderkrippe Universität Basel: Die Kinderkrippe der Universität Basel ist eine Einrichtung für Studierende und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Basel. Sie befindet sich in nächster Nähe des Kollegienhauses, an der Herbergsgasse 1. Die Uni-Kinderkrippe ist Montag bis Freitag von 7:30 bis 18:30 Uhr geöffnet (bei Bedarf für Vorlesungen während des Semesters bis 20:00 Uhr). Sie ist abgesehen von vier Wochen Betriebsferien (drei Wochen im Sommer und eine Woche an Weihnachten) das ganze Jahr geöffnet. Aufgenommen werden Kinder im Vorschulalter, Babys können ab dem Alter von drei Monaten aufgenommen werden. Der monatliche Elternbeitrag wird einkommensabhängig errechnet. Diese Pauschale ist unabhängig von den Absenzen des Kindes monatlich zu bezahlen. Die Anmeldung läuft über Gaudenz Henzi, Sozialberatung der Universität Basel, 061 267 30 20. Die Uni-Kinderkrippe wird von familea betrieben. Direktwahl Uni-Kinderkrippe 061 263 30 50. Die Kinder sind durch familea in der Kinderkrippe ergänzend zur Krankenversicherung gegen Unfall versichert.
  • Stundenbetreuung Uni-Kinderkrippe: Termine für Sitzungen, Weiterbildungen, Kongresse, dringende Erledigungen besser wahrnehmen können und die Kinder gut betreut wissen! Das Betreuungsangebot steht grundsätzlich für unregelmässige Betreuungen jeweils morgens zur Verfügung. Bei frühzeitiger Anmeldung versuchen wir auch Betreuungen nachmittags oder ganztägig zu ermöglichen.Weitere Informationen hier.