Modul I Grundlagen

Das Ziel von Modul I ist den Teilnehmenden ein umfassendes, theoretisch und empirisch fundiertes, praxisrelevantes Modell des psychischen Erlebens und Verhaltens, der Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen und Krankheiten sowie von psychotherapeutischen Veränderungsprozessen zu vermitteln. Dies bedeutet, dass die Weiterbildungsteilnehmenden vertraut mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Psychotherapieforschung vertraut sind und die die therapeutische Grundhaltung in der psychotherapeutischen Praxis verwirklichen können. Sie sind in der Lage, eigene Gefühle und Probleme in der psychotherapeutischen Beziehung wahrzunehmen und damit in einer für die Klientinnen und Klienten förderlichen Art und Weise umzugehen. Die Teilnehmenden sind fähig zur direkten Auseinandersetzung.

Aufbau

Das Modul I besteht aus Gruppenselbsterfahrung, Gruppensupervision und aus dem Basistraining, die jeweils als geschlossene Veranstaltung in einem Bildungszentrum stattfinden. Das ganze Modul wird, mit Ausnahme der Gruppenselbsterfahrung, von zwei gleichbleibenden Ausbilderinnen oder Ausbildern durchgeführt. Die Gruppensupervision dient der Umsetzung des Gelernten in die praktische Arbeit und der Unterstützung und Kontrolle der therapeutischen Arbeit. Sie findet in Kleingruppen zwischen den Blöcken statt. Es werden mindestens 90 Stunden eigene therapeutische Tätigkeit geleistet und 3 schriftliche Falldokumentationen erstellt.

Gruppenselbsterfahrung (9 Tage/75 Stunden)

Das Modul I beginnt mit der Selbsterfahrung in der Gruppe und verteilt sich im ersten Halbjahr auf 4 Termine. Die Gruppenselbsterfahrung wird von einer pca-Ausbilderin und einem pca-Ausbilder geleitet, die später im Modul I keine weiteren Funktionen mehr inne haben werden. Die Leitenden der Gruppenselbsterfahrung sind:

Die Gruppenselbsterfahrung finden an folgenden Termine statt:

  • 1. bis 3. Februar 2018 (Do-Sa)
  • 9. und 10. März 2018 (Fr-Sa)
  • 13. und 14. April 2018 (Fr-Sa)
  • 15. und 16. Juni 2018 (Fr-Sa)
 
Basistraining (176 Stunden) und Gruppensupervision (48 Stunden)

Das Basistraining erstreckt sich über anderthalb Jahre, verteilt sich über 6 dreitägige und 2 viertägige Seminare und beinhaltet auch die Gruppensupervision. Das ganze Basistraining wird durch zwei gleichbleibende Dozierende geleitet. Die Seminare werden extern in einem schön gelegenen Kurszentrum durchgeführt. Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen in und zwischen den Seminaren statt. Sie dient der Umsetzung des Gelernten in die praktische Arbeit und der Unterstützung und Kontrolle der therapeutischen Arbeit. In dieser Zeit werden mindestens 90 Stunden eigene therapeutische Tätigkeit geleistet und 3 Falldokumentationen erstellt.

Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen mit maximal 6 Teilnehmenden zwischen den Seminaren statt. Sie wird durch die Leitenden des Modul I (s.u.) durchgeführt. Die Supervisionsgruppen werden am Anfang des Basistrainings gebildet und die Supervisionstermine mit den einzelnen Gruppen direkt vereinbart.

Die Leitenden des Basistrainings und der Gruppensupervision sind:

Das Basistrainings finden an folgenden Termine statt:

  •  24. bis 26. Mai 2018: Intrinsische Motivation, triadische Grundhaltung, aktives Zuhören
  •  16. bis 18. August 2018: Hintergrund der humanistischen Psychologie und philosophische Grundlagen, Entwicklung des Personzentrierten  Ansatzes durch Carl Rogers, Therapietheorie, Aspekte neuerer Psychotherapieforschung
  •  18. bis 20. Oktober 2018: Persönlichkeitstheorie und Störungsmodell, Prozessstufen und Prozessdiagnostik, Erstgespräch, Diagnostik und Therapieplanung, Klärung des therapeutischen Mandates
  •  6. bis 9. Februar 2018: Beziehungsgestaltung in schwierigen Situationen, Krise und Krisenintervention, Suizidalität
  •  3. bis 6. April 2019: Schwere Störungen, Psychosomatik, Depression, u.a. Möglichkeiten und Grenzen des Personzentrierten Ansatzes, Evaluation
  •  13. bis 15. Juni 2019: Symbolisierungsprozesse, Focusing, Emotions-Fokussierte Therapie, Evaluation
  •  22. bis 24. August 2019: Systemische Perspektive, Familie, Kinder, ältere Menschen, Gender, Kultur
  •  3. bis 5. Oktober 2019: Abschluss Modul I. Abschluss von Therapien, Störungen der Therapie, Qualitätskontrolle
 
Eigene therapeutische Tätigkeit (90 Lerneinheiten)

Spätestens im Verlauf von Modul I muss die Möglichkeit zu psychotherapeutischer Arbeit mit KlientInnen bestehen. Im Modul I müssen mindestens 90 Stunden eigene therapeutische Arbeit geleistet werden. Diese steht unter regelmässiger Supervision durch die Leitenden des Basistrainings.

 
Falldokumentationen

Im Verlaufe von Modul I müssen mindestens 3 Falldokumentationen erstellt werden.

 
Evaluation

Das Modul I wird mit einer Evaluation abgeschlossen, die über die Fortführung der Weiterbildungsstudienganges entscheidet.