Studiengangsleitung

Studiengangleiter lic. phil Rainer Bürki

Der Weiterbildungsstudiengang Master of Advanced Studies in Personzentrierter Psychotherapie wird von lic. phil. Rainer Bürki geleitet. Rainer Bürki ist ausgebildet in Personzentrierter Psychotherapie, integrativer Körperpsychotherapie, systemischer Paar- und Familientherapie, Familienrekonstruktion und Emotionsfokusierte Paartherapie. Er ist ein erfahrener und eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut sowie Weiterbildungs- und Lehrdozent und Supervisor mit einer über 30-jährigen Berufserfahrung in verschiedenen Settings, Indikationen und Altergruppen. Nach langjähriger Tätigkeit am Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich arbeitet lic. Phil. Rainer Bürki seit längerem in eigener Praxis. An der Universität Basel ist er seit mehreren Jahren ein fester Bestandteil der Lehre in Klinischer Psychologie und Psychotherapie.

Studiengangskommission

Vorsitzender der Studiengangskommission Prof. Dr. Jens Gaab

Der Vorsitzende der Studiengangskommission ist Prof. Dr. Jens Gaab, Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie und Leiter der gleichnamigen Abteilung sowie des Zentrums für Psychotherapie an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel. Er ist Psychotherapeut und Psychotherapieforscher und Autor von über 80 Fachpublikationen.

Sein Interesse an der humanistischen Psychotherapie und seine Motivation, einen postgradualen Studiengang in personzentrierter Psychotherapie an der Fakultät für Psychotherapie der Universität Basel anzubieten, entspringt einerseits den Ergebnissen der Psychotherapieforschung und andererseits paradoxerweise denen der Placeboforschung. In beiden Forschungsbereichen wird verdeutlicht, dass der wichtigste und notwendige Wirkfaktor die therapeutische Beziehung ist und welch grosse Veränderungspotenzial in sehr individuellen und sehr persönlichen Prozesse steckt. Ausserdem zeigt die Placeboforschung auch, wie einfach es ist, Menschen – vor allem wenn es ihnen nicht gut geht oder sie verzweifelt sind – mit Erklärungsmodellen und darauf basierenden Methoden und Techniken – selbst wenn diese nicht stimmen oder für sich auch nicht wirksam sind – zu beeinflussen und dadurch Veränderungen zu erzielen. Entsprechend ist eine Psychotherapie, die einerseits auf die zentralen Wirkmechanismen fokussiert und andererseits gleichzeitig all das vermeidet, was seine Wirkung vor allem über Erwartungen und Überzeugungen erzielt, nicht nur wirksam, sondern auch ethisch angemessen. Diese Kombination wird von der personzentrierten Psychotherapie umgesetzt und deswegen bietet Prof. Dr. Jens Gaab psychotherapeutische Weiterbildungsstudiengang Master of Advanced Studies in Personzentrierter Psychotherapie an der Fakultät für Psychologie an.

Die Studiengangskommission besteht aus Prof. Dr. Jens Gaab (Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fakultät für Psychologie, Universität Basel, Vorsitz), Prof. Dr. Rainer Greifeneder (Sozialpsychologie, Fakultät für Psychologie, Universität Basel), lic. phil. Sabine Ehrat (Psychotherapeutische Praxis, Emil Frey-Str. 70, 4142 Münchenstein), lic. phil. Nadja Heimgartner (Klinische Psychologie und Psychotherapie, Fakultät für Psychologie, Universität Basel) und lic. phil. Tobias Steiger (Psychotherapeutische Praxis, Schauenburgerstrasse 22, 4052 Basel).

Dozierende Modul 1 Grundlagen: Gruppenselbsterfahrung

lic. phil Franziska von Känel

Dr. phil. Peter Eggli

Das Modul I beginnt mit der Selbsterfahrung in der Gruppe und verteilt sich im ersten Halbjahr auf 4 Termine. Die Gruppenselbsterfahrung wird von von lic. phil Franziska von Känel und Dr. phil. Peter Eggli geleitet, die später im Modul I keine weiteren Funktionen mehr inne haben werden.

lic. phil Franziska von Känel ist eidgenössisch-anerkannte Psychotherapeutin sowie Ausbilderin und Supervisorin PCA. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Psychotherapeutin am Psychiatrischen Ambulatorium Baselland und als Schulpsychologin in Olten begleitet lic. phil Franziska von Känel als personzentrierte Psychotherapeutin seit 2005 in eigener Praxis in Basel erwachsenen Menschen jeden Alters, mit besonderem Fokus darauf, wie es gelingen kann, mit Menschen mit frühen Störungen und Bindungsstörungen in Kontakt zu kommen.

Dr. phil. Peter Eggli ist eidgenössisch-anerkannter Psychotherapeut sowie Ausbilder und Supervisor pca. Er ist ausgebildet in Personzentrierter Psychotherapie und hat sich in diversen Weiterbildungen mit weiteren therapeutischen Ansätzen vertraut gemacht. Nach mehrjähriger Tätigkeit in Lehre und Forschung, psychotherapeutischer und leitender Tätigkeit im Suchtbereich sowie in der Behandlung von psychosomatischen und neurologischen Erkrankungen, leitet er derzeit den Fachbereich Beratung und Therapie in einer Suchthilfeinstitution. Zudem arbeitet er als Psychotherapeut in eigener Praxis. Die Orientierung am humanistischen Psychotherapieverständnis erlebt er als sehr tragend und bereichernd in der Gestaltung eines förderlichen psychotherapeutischen Klimas; die Grundlage für jeglichen therapeutischen Prozess.

Dozierende Modul 1 Grundlagen: Basistraining

lic. phil. Claudia Seiler

lic. sc. rel. Angelo Lottaz

Das Basistraining erstreckt sich über anderthalb Jahre, verteilt sich über 6 dreitägige und 2 viertägige Seminare und beinhaltet auch die Gruppensupervision. Das Basistraining wird durch lic. sc. rel. Angelo Lottaz und lic. phil. Claudia Seiler geleitet. Die Seminare werden extern in einem Kurszentrum durchgeführt. Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen in und zwischen den Seminaren statt. Die Gruppensupervision findet in Kleingruppen mit maximal 6 Teilnehmenden zwischen den Seminaren statt. Sie wird durch lic. phil. Claudia Seiler und lic. sc. rel. Angelo Lottaz durchgeführt. Die Supervisionsgruppen werden am Anfang des Basistrainings gebildet und die Supervisionstermine mit den einzelnen Gruppen direkt vereinbart.

lic. phil. Claudia Seiler ist eidgenössisch-anerkannte Psychotherapeutin, Ausbilderin und Supervisorin pca. Sie arbeitet in einer psychotherapeutischen Praxisgemeinschaft in Bern mit Kindern und Jugendlichen unter Einbezug ihres familiären und sozialen Bezugssystems, jungen Erwachsenen und biete Beratung und Supervision für Menschen aus dem psychosozialen Berufsfeld an. Nach der Erstausbildung in Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Höheren Fachschule für Soziale Arbeit HFS in Solothurn und dem Psychologiestudium an der Universität Bern arbeitete sie fünf Jahre am Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst im Kanton Solothurn und 12 Jahre an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Klinik in Bern. In ihrer Tätigkeiten hat sie die Erfahrung gemacht, dass Veränderungs- und Entwicklungsprozesse dann in Gang kommen, wenn - trotz oder dank des professionellen Rahmens – eine echte Begegnung möglich wird. Diese Erfahrung hat sich für sie im Verlauf ihrer psychotherapeutischen Arbeit, aber auch in ihrer Aufgabe als Mutter zweier Kinder immer wieder bestätigt. Von besonderer Bedeutung ist für sie das Verstehen des inneren Bezugsrahmen jedes einzelnen und die personzentrierte Begegnung mit jedem einzelnen Mitgliede des Familiensystem, die schlussendlich Veränderung bewirkt und ermöglicht.

lic. sc. rel. Angelo Lottaz ist eidgenössischanerkannter Psychotherapeut, Ausbilder und Supervisor pca. Seit 1992 arbeitet er in psychotherapeutische Praxis mit dem Schwerpunkt schwerer Traumatisierungen und bietet zudem als Ausbilder und Supervisor Seminare zu Psychotherapie und Spiritualität, Ethik und Trauma an. Nach dem Studium der Theologie (Fribourg, Paris) und Psychologie (Fribourg, Bern) war lic. phil. Angelo Lottaz als Jugendseelsorger tätig und am Aufbau des Therapiezentrums für Folteropfer des SRK in Bern beteiligt. Gerade in sogenannt schwierigen Arbeitsfeldern, beispielsweise in der Arbeit mit als untherapierbar geltenden straffällig gewordenen Jugendlichen, mit Opfern der Folter oder mit Menschen, die sehr früh schwer traumatisiert worden sind erlebte er die Angemessenheit und Wirksamkeit des Personzentrierten Ansatzes: Gelingt es, tatsächlich mit dem Menschen in Beziehung zu treten, werden vielfältige und ganz verschiedengestaltige Entwicklungsprozesse möglich, gerade auch dort, wo üblicherweise eher schlechte Prognosen gestellt werden. Diese Art von auf die Person fokussierten Arbeitens war für ihn einerseits immer wieder eine grosse persönliche Herausforderung, erwies sich aber über all die Jahre hin auch als unglaublich belebend und erfüllend: es macht dankbar und demütig miterleben zu dürfen, wie in der therapeutischen Beziehung das Gegenüber zu seinen menschlichen Ressourcen zurückfinden kann.