Jahresbericht 2020

Die Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie widmet sich in Lehre, Forschung und Dienstleistung der Psychologie menschlicher Entwicklung und Persönlichkeit in der ganzen Breite und über die gesamte Lebensspanne. Die Abteilung trägt massgeblich zum Bachelorstudiengang Psychologie an der Fakultät für Psychologie und zum Masterstudiengang in der Vertiefungsrichtung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie bei. An der Abteilung sind ebenfalls das berufsqualifizierende Doktoratsprogramm SEED und die postgradualen Weiterbildungsstudiengänge in Kinder- und Jugendpsychologie (WB KJP) angesiedelt. Die WB KJP standen im Berichtsjahr im Zeichen der Akkreditierung zum Eidgenössisch Anerkannten Kinder- und Jugendpsychologen/in (EA KJP). Die Schweizerische Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung (aaq) hat zu diesem Zweck im Auftrag des BAG die Vorort-Begehung organisiert. Die Akkreditierung des Studienganges wird auf Herbst 2021 erwartet. Die Forschungsarbeiten verliefen auch im Berichtsjahr weiterhin ausserordentlich erfolgreich. Dies äusserte sich auch darin, dass drei renommierte Forschungspreise Forscherinnen der Abteilung zugesprochen wurden. Es sind dies der Steven-Karger-Preis 2020 der Fakultät für Psychologie und der Vontobel- Preis für Altersforschung — dotiert mit CHF 10.000 — der Universität Zürich an Frau Dr. Jenna Wünsche und der Emilie-Louise-Frey-Preis zur Förderung junger Wissenschaftlerinnen der Universität Basel an Frau Dr Janina Bühler. Herzliche Gratulation! An der Abteilung schlossen im Jahr 2020 Frau Dr. Anette Bünger, Frau Dr. Edith Niederbacher und Frau Dr. Jenna Wünsche das Doktorat ab. Aus den Forschungsprojekten gingen zahlreiche Publikationen hervor, welche in exzellenten internationalen Journalen veröffentlicht wurden (Kapitel 5). Das in die Abteilung integrierte Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (ZEPP) hat sein Angebot weiter ausgebaut. Es haben sich rund 400 Personen in schwierigen Lebenslagen im Berichtsjahr beim ZEPP angemeldet. Sie kompetente evidenzbasierte Unterstützung in psychodiagnostischer, beraterischer und psychotherapeutischer Hinsicht. Das ZEPP hat als kostenpflichtige Non-Profit-Einrichtung Dienstleistungen im Umfang von rund 600.000 CHF erwirtschaftet und die Jahresrechnung kostendeckend abgeschlossen. Im Berichtsjahr haben zwei langjährige Mitarbeiterinnen die Abteilung mit dem Ziel verlassen, weiterführende Herausforderungen in der Wissenschaft anzutreten. Es sind dies Frau Dr. Wenke Möhring, die per Januar 2021 die Leitung der Abteilung Entwicklungspsychologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angetreten hat, und Frau Dr. Rebekka Weidmann, die ein vom Schweizerischen Nationalfonds gefördertes Postdoc.Mobility Stipendium kompetitiv eingeworben hat und nun an der Michigan State University forscht. Weiter hat Frau Assistenz-Professorin Dr. Jana Nikitin, in Lehre und Forschung eng mit der Abteilung verbunden, den Ruf an die Universität Wien angenommen und leitet seit September 2020 dort die Professur für Psychologie des Alterns. An dieser Stelle sei allen Mitarbeiter/innen, den Lehrbeauftragten, der Fakultät für Psychologie, dem Rektorat und der Administration der Universität Basel sowie jenen Personen im Umfeld bestens gedankt, welche zum Gelingen der vielfältigen und ambitionierten Vorhaben der Abteilung in Lehre, Forschung und
Dienstleistung im Jahre 2020 beigetragen haben.

Abteilungsleitung

  • Prof. Dr. Alexander Grob 

Sekretariat

  • Sylvia Bürgin-Friedlin

Dozenten

  • PD Dr. Erich Studerus (Fakultät)

Assistenzen mit Doktorat

  • Dr. Cyril Boonmann (Mutterschaftsvertretung Dr. Jäggi)
  • Dr. Jessica Bühler (Abteilung/SNF)
  • Dr. Lena Jäggi (Abteilung)
  • Dr. Wenke Möhring (Abteilung)
  • Dr. Robin Segerer (Abteilung/SNF)
  • Dr. Rebekka Weidmann (Abteilung)

Assistenzen mit Master

  • M.Sc. Silvia Grieder (Abteilung)
  • M.Sc. Marina Jambreus (Drittmittel Grob)
  • M.Sc. Stephanie Klupp (Abteilung)
  • M.Sc. Salome Odermatt (Abteilung)
  • M.Sc. Leila Schächinger Tenés (SNF)
  • M.Sc. Jenna Wünsche (Abteilung)
  • M.Sc. Sühelya Seker (Forschungsfonds)

Hilfsassistenzen

  • B.Sc. Rahel Hütten (seit 12/2018)
  • B.Sc. Miriam Weibel (seit 03/2019)
  • Roman Alt (seit 02/2019)
  • B.Sc. Milena Sacher (seit 2/2019)
  • B.Sc. Ebru Yetik (seit 2/2019)
  • Melsa Köle (seit 7/2019)
  • B.Sc. Jasmine Deraita (7/2019)
  • Luana Burckel (seit 10/2020)
  • B.Sc. Valentina Memma (seit 09/2020)
  • B.Sc. Lena Bühlmann (Testothek)
  • B.Sc. Laila Rosenthaler (Testothek)
  • Adina Prétôt (von 01.02.2020 bis 31.05.2020)

Lehrbeauftragte

  • Dr. Karin Keller (FS, HS 2020)
  • Prof. Dr. Mathias Allemand (HS 2020)
  • Prof. Dr. Beate Schwarz (FS, HS 2020)
  • M.Sc. Denis Joset (FS, HS 2020)

PraktikantInnen

  • Melsa Köle (CROCODILE)
  • Azize Ünlü (CROCODILE)
  • Alessandro Baldassari (CROCODILE)
  • Mara Inhelder (CoMoDe)
  • B.Sc. Michelle Wülser (CoMoDe)
  • Vanessa Lötscher (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • Nevena Milovanovic (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • Joye Geisselhardt (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • Sarah Merkli (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • Emma Rein (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • Léonie Moll (Lernen und Mathematik im Primarschulalter)
  • B.Sc. Aurelia Schuth (JAEL-Kids)
  • Mara Lili Herrenknecht (JAEL-Kids)

Zentrum für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie (ZEPP)

Leitung

  • Dr. Letizia Gauck

Sekretariat

  • Christel Dietzsch

Mitarbeitende

  • MA Ina Blanc
  • Dr. Brian Cardini
  • M.Sc. Tobias Kahl
  • M.Sc. Maria Lumsden Rieder
  • M.Sc. Silvia Meyer
  • Ph.D. Victoria Reed
  • lic. phil. Susy Signer-Fischer
  • Mirjam Wagner

PraktikantInnen

  • Lena Bühlmann, Saskia Erni, Toni Graf, Tina Henz, Camilo Meindl, Julia Pradela, Maria Sutyagina, Jana Teuta-Bielser, Annick Willemsen

Weiterbildungen in Kinder- und Jugendpsychologie (KJP)

Präsident Studiengangkommission

  • Prof. Dr. Alexander Grob

Fachliche Studiengangleitung

  • MA Ina Blanc

Operative Leitung

  • Christel Dietzsch

Assistenz

  • M.Sc. Marina Jambreus

Doktoratsstudiengang Schulpsychologie, Entwicklungsdiagnostik und Erziehungsberatung Doktorat (SEED)

Vorsitzender

  • Prof. Dr. Alexander Grob

Koordinatorin

  • Dr. Jessica Bühler

DoktorandInnen

  • M.Sc. Anette Bünger (seit 09/2015)
  • M.Sc. Mathias Holenstein (seit 09/2017)
  • M.Sc. Tobias Kahl (seit 09/2016)
  • M.Sc. Silvia Meyer (seit 09/2017)
  • M.Sc. Irina Reinhard (seit 02/2019)

Fakultät für Psychologie

Frühlingssemester 2020

  • Entwicklungspsychologie II (Prof. Dr. A. Grob)
  • Entwicklungspsychologie III (M.Sc. Sarah Hoppler)
  • Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie II (Dr. R. Weidmann)
  • Schulpsychologie I (Dr. K. Keller)
  • Diagnostische Übungen (M.Sc. S. Grieder)
  • Diagnostische Übungen (M.Sc. S. Odermatt)
  • Wie schreibe ich eine Bachelorarbeit in der Entwicklungs- und Persönlichkeitpsychologie? (M.Sc.. Stephanie Klupp)
  • Seminar mit Übung: Psychologische Diagnostik (PD Dr. E. Studerus)
  • Psychologische Diagnostik (PD Dr. E. Studerus)
  • Forschungsmethoden und Statistik III (PD Dr. E. Studerus)
  • Statistische Verfahren in der Psychologie II (PD Dr. E. Studerus)
  • Entwicklungsauffälligkeiten im Kindesalter (Dr. R. Segerer und Dr. J. Bühler)
  • Wahrnehmung, Kognition und Handlung über die Lebensspanne (Dr. W. Möhring und M.Sc. S. Klupp)
  • Entwicklungsthemen im Erwachsenenalter (Prof. Dr. B. Schwarz)
  • Diagnostik und Beratung im schulpsychologischen Kontext IV: Wiederkehrende
  • Auffälligkeiten im Jugendalter (lic. phil. D. Joset)
  • Ressourcenorientierte Gesprächsführung (Dr. L. Gauck)
  • Masterkolloquium/Journal Club (Prof. Dr. A. Grob & gesamtes Team Abteilung)
  • Dissertations- und SEED-Kolloquium (Prof. Dr. A. Grob)


Herbstsemester 2020

  • Entwicklungspsychologie I (Dr. W. Möhring)
  • Forschungsmethoden und Statistik I (PD Dr. E. Studerus, Dr. A. Meyer)
  • Forschungsmethoden und Statistik III (PD Dr. E. Studerus)
  • Seminar mit Übung: Psychologische Diagnostik (PD Dr. E. Studerus)
  • Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie I (M.Sc. J. Wünsche)
  • Persönlichkeits- und Differentielle Psychologie III (Prof. Dr. M. Allemand)
  • Schulpsychologie II (Dr. K. Keller)
  • Testtheorie und Testkonstruktion (Dr. R. Segerer)
  • Diagnostische Übungen (M.Sc. S. Grieder)
  • Diagnostische Übungen (M.Sc. S. Odermatt)
  • Diagnostische Übungen (M.Sc. S. Grieder und M.Sc. S. Odermatt)
  • Gesprächsführung und Beratung (Dr. L. Gauck)
  • Wie schreibe ich eine Bachelorarbeit in der Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie? (M.Sc. S. Klupp)
  • Kognitive Entwicklung (M.Sc. S. Klupp)
  • Früherkennung und Frühbehandlung von Psychosen (PD Dr. E. Studerus)
  • Entwicklung in Familien mit Migrationshintergrund—Risiken und Chancen (Prof. Dr. B. Schwarz)
  • Developmental psychological aspects of bilingualism (Dr. J. C. Bühler)
  • Verhaltensprobleme von Kindern und Jugendlichen in Hochrisikogruppen: Vom temperamentvollen Kleinkind bis zum delinquenten Jugendlichen (Dr. C. Boonmann)
  • Persönlichkeitsentwicklung über die Lebensspanne in sozialen Beziehungen (Prof. Dr. A. Grob)
  • Diagnostik und Beratung im schulpsychologischen Kontext I (M.Sc. D. Joset)
  • Psychosoziale Institutionen für Kinder und Jugendliche (Dr. L. Gauck und M.Sc. S. Meyer)
  • Masterkolloquium/Journal Club (Prof. Dr. A. Grob & gesamtes Team Abteilung)
  • Dissertations- und SEED-Kolloquium (Prof. Dr. A. Grob)

 

Master of Advanced Studies in Kinder- und Jugendpsychologie (MAS KJP)
Diploma of Advanced Studies in Kinder- und Jugendpsycholgie (DAS KJP)
Certificate of Advanced Studies in Kinder- und Jugendpsychologie (CASKJP)

Frühlingssemester 2020

  • Neurologische Grundlagen von Entwicklungsstörungen (Prof. Dr. med. Peter Weber)
  • Strafrechtliche und zivilrechtliche Gutachten bei Kindern und Jugendlichen (Prof. Dr. med. Marc Graf; Dipl.-Psychologin Karin Banholzer)
  • Kindesschutz (Dr. iur. Patrick Fassbind)
  • Grundlagen imaginativer, hypnosystemischer Methoden (Susy Signer-Fischer, lic. phil.; Ina Blanc, MA)
  • Kolloquium & Info-Lunch (Prof. Dr. Alexander Grob)
  • Sexualität als Thema in der Beratung (Elisabeth Bammatter)
  • Familienberatung (Susy Signer-Fischer, lic. phil.) – abgesagt
  • Wachstum und Reife aus entwicklungsbiologischer Sicht (KD Dr. med. Sepp Holtz)
  • Individualdiagnostik: Schwerpunkt Intelligenztests (Dr. Giselle Reimann)
  • Kultursensibilität: Erkennen und Verstehen von anderen Kommunikationsformen (Ina Blanc, MA)
  • Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten (Dr. Giselle Reimann)
  • Neuromotorik: Bedeutung für die soziale Integration (KD Dr. med. Sepp Holtz)
  • Sprachentwicklung (Dr. Katrin Skoruppa)
  • Rechenschwäche: Diagnostik und Förderung (Lis Reusser, M.Sc.)
  • Gruppendynamik in Schulklassen, systemische Interventionen bei Mobbing und
  • anderen Konflikten (Walter Minder, lic.phil.)


Herbstsemester 2020

  • Kolloquium & Info-Lunch (Prof. Dr. Alexander Grob)
  • Imaginative, hypnosystemische Methoden in der Arbeit mit Teilen (Susy Signer Fischer, lic. phil.)
  • Methoden aus der Verhaltenstherapie in der Abklärung und Beratung (Dr. Letizia Gauck)
  • Spiel- und Verhaltenssüchte bei Kindern und Jugendlichen (Franz Eidenbenz, lic. phil.)
  • Exekutive Funktionen/Selbstregulation und Lernprozesse: Wege zum Schulerfolg (Dr. Marianne Roethlisberger)
  • Soziale Entwicklung und Störung des Sozialverhaltens (Prof. Christina Stadler, PhD)
  • Lernstrategien (Fabian Grolimund, lic. phil.)
  • Krisenintervention in der Schulpsychologie, Teil 1(Esther Luder Müller)
  • Pädiatrische Hypnose – zielführend in der Praxis eingesetzt (Dr. med. Camilla Ceppi Cozzio) – verschoben auf FS21
  • Erkennen und Fördern von hohen Begabungen (Dr. Letizia Gauck)
  • Entwicklungsstörungen bei neurologischen Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters (Prof. Dr. med. Peter Weber)
  • Spiele und Bilderbücher in der Beratung (Dr. Letizia Gauck) - Abgesagt
  • Krisenintervention in der Schulpsychologie, Teil 2 (Esther Luder Müller)
  • Systemorientierte Beratung von Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern (Walter Minder, lic.phil.)

Doktoratsstudiengang Schulpsychologie, Entwicklungsdiagnostik und ErziehungsberatungDoktorat (SEED)

Frühlings- und Herbstsemester 2020

  • Kolloquium Schulpsychologie, Entwicklungsdiagnostik und Erziehungsberatung Doktorat (SEED) (Prof. Dr. A. Grob, Dr. J. C. Bühler)

 

JAEL-Kids Pilotstudie (Forschungsfonds Universität Basel; Projektleitung Dr. M. Schmid und Prof. Dr. A.Grob; Projektbearbeitung Dr. L. Jäggi und M.Sc. S. Seker)

Gangmerkmale und exekutive Funktionen bei Kindern und Erwachsenen (Abteilungsmittel; Projektleitung: Prof. Dr. A. Grob; Projektbearbeitung: Dr. W. Möhring und M.Sc. S. Klupp)

Lernen und Mathematik im Primarschulalter (gefördert durch die Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie; Projektbearbeitung: M.Sc. T. Kahl, Betreuer: Prof. Dr. A. Grob)

CROCODILE – Cross-national Interdisciplinary Study on Child Development in linguistically-diverse Environments (Sinergia Projekt: CRSII5_180236; Projektleitung: Prof. Dr. A. Grob; Projektkoordinator: Dr. R. Segerer; Projektbearbeitung: Dr. J. Bühler, M.Sc. Leila Schächinger Tenés)

Vergleichbarkeit von Leistungen in psychologischen Testverfahren zur Messung der Intelligenz und exekutiven Funktionen bei Kindern und Jugendlichen (gefördert durch die Stiftung Suzanne und Hans Biäsch zur Förderung der Angewandten Psychologie; Projektbearbeitung: M.Sc. A. Bünger, Betreuer: Prof. Dr. A. Grob)

Deutschtest 9-10 (gefördert durch den Hogrefe-Verlag Göttingen; Projektleitung: Prof. W. Schneider, Dr. R. Segerer; Projektbearbeitung: M.Sc. J. Lenhard)

Belastete Familien mit Kleinkindern (0-5) im Spiegel der Elternberatung Basel-Stadt (Abteilungsmittel; Projektleitung: Prof. Dr. A. Grob; Projektbearbeitung: Dr. L. Jäggi)

Intelligence and Development Scales – Migration (IDS-M) (Abteilungsmittel; Projektleitung: Prof. Dr. A. Grob; Projektbearbeitung: M.Sc. Silvia Grieder, M.Sc. Salome Odermatt)

Lesen lernen und Dialekt (Mittel vom Forschungskredit der Universität Zürich; Projektleitung: Prof. Dr. Urs Maurer; Projektbearbeitung: Dr. J. C. Bühler)

Deutsch als Zweitsprache (DaZ-E) (Abteilungsmittel; Projektleitung: Prof. Dr. A. Grob; Projektbearbeitung: M.Sc. Marina Jambreus)

2020 (mit peer review)

  1. Bühler, J. L., Finkenauer, C., & Grob, A. (2020). A dyadic personality perspective on the Michelangelo phenomenon: How personality traits relate to people’s ideal selves and their personal growth in romantic relationships. Journal of Research in Personality, 86. doi:10.1016/j.jrp.2020.103943
  2. Bühler, J. L., Weidmann, R., & Grob, A. (2020). The Actor, Agent, and Author Across the Life Span: Interrelations between Personality Traits, Life Goals, and Life Narratives in an Age–Heterogeneous Sample. European Journal of Personality, 35, 168-196. doi:10.1002/per.2275
  3. Bühler, J. L., Weidmann, R., Wünsche, J., Burriss, R. P., & Grob, A. (2020). Daily Responsiveness, Expectations, and Self-disclosure: How the Average Levels and Within-person Variability of Three Relationship Components Mediate Personality–Relationship Transactions in Romantic Couples. European Journal of Personality, 34, 367-392. doi:10.1002/per.2255
  4. Canivez, G. L., Grieder, S., & Bünger, A. (2020). Construct Validity of the German Wechsler Intelligence Scale for Children–Fifth Edition: Exploratory and Confirmatory Factor Analyses of the 15 Primary and Secondary Subtests. Assessment, 28, 327-352. Advance online publication. doi:10.1177/1073191120936330
  5. Das-Friebel, A., Gkiouleka, A., Grob, A., & Lemola, S. (2020). Effects of a 20 minutes delay in school start time on bed and wake up times, daytime tiredness, behavioral persistence, and positive attitude towards life in adolescents. Sleep Medicine, 66, 103-109. doi:10.1016/j.sleep.2019.07.025
  6. Gesell, N., Niklas, F., Schmiedeler, S., & Segerer, R. (2020). Mindfulness and romantic relationship outcomes: The mediating role of conflict resolution styles and closeness. Mindfulness, 11(10), 2314-2324.
  7. Grieder, S. & Grob, A. (2020). Exploratory Factor Analyses of the Intelligence and Development Scales–2: Implications for Theory and Practice. Assessment, 27(8), 1853-1869. doi:10.1177/1073191119845051
  8. Holenstein, M., Bruckmaier, G., & Grob, A. (2020). Transfer effects of mathematical literacy: an integrative longitudinal study. European Journal of Psychology of Education. doi:10.1007/s10212-020-00491-4
  9. Jäggi, L., & Kliewer, W. (2020). Reentry of incarcerated juveniles: correctional education as a turning point across juvenile and adult facilities. Criminal Justice and Behavior, 47(11), 1348-1370. doi:10.1177/0093854820934139
  10. Jäggi, L., Kliewer, W., & Serpell, Z. (2020). Schooling while incarcerated as a turning point for serious juvenile and young adult offenders. Journal of Adolescence, 78, 9–23. doi:10.1016/j.adolescence.2019.11.002
  11. Kahl, T., Grob, A., Segerer, R., & Möhring, W. (2020). Executive functions and visual-spatial skills predict mathematical achievement – Asymmetrical associations across age. Psychological Research. doi:10.1007/s00426-019-
    01249-4. PMID: 31560097
  12. Leanza, L., Studerus, E., Bozikas, V. P., Moritz, S., & Andreou, C. (2020). Moderators of treatment efficacy in individualized metacognitive training for psychosis (MCT+). Journal of behavior therapy and experimental psychiatry, 68, 101547. doi:10.1016/j.jbtep.2020.101547
  13. Lemola, S., Gkiouleka, A., Urfer-Maurer, N., Grob, A., Schwarz, K. T., & Meyer-Leu, Y. (2020). Midwives’ engagement in smoking-and alcohol-prevention in prenatal care before and after the introduction of practice guidelines in Switzerland: comparison of survey findings from 2008 and 2018. BMC pregnancy and childbirth, 20(1), 1-12. doi:10.1186/s12884-019-2706-8
  14. Mackintosh AJ, Borgwardt S, Studerus E, Riecher-Rössler A, de Bock R, Andreou C. (2020). EEG Microstate Differences in Medicated vs. Medication-Naïve First-Episode Psychosis Patients. Front Psychiatry. 2020 Nov 24;11:600606. doi:10.3389/fpsyt.2020.600606. PMID: 33329154; PMCID: PMC7732503.
  15. Menghini-Müller, S., Studerus, E., Ittig, S., Valmaggia, L. R., Kempton, M. J., van der Gaag, M., … & EU-GEI High Risk Study Group (2020). Sex differences in cognitive functioning of patients at-risk for psychosis and healthy controls: Results from the European Gene-Environment Interactions study. European psychiatry: the journal of the Association of European Psychiatrists, 63(1), e25. doi:10.1192/j.eurpsy.2019.10
  16. Meyer, S., Weidmann, R., & Grob, A. (2020). The mirror's curse: Weight perceptions mediate the link between physical activity and life satisfaction among 727,865 teens in 44 countries. Journal of Sport and Health Science. doi:10.1016/j.jshs.2020.01.002
  17. Möhring, W., Klupp, S., Segerer, R., Schaefer, S., & Grob, A. (2020). Effects of various executive functions on adults’ and children’s walking. Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance. Advanced online publication: doi:10.1037/xhp0000736
  18. Mund, M., Weidmann, R., Wrzus, C., Johnson, M. D., Bühler, J. L., Burriss, R. P., Wünsche, J., & Grob, (2020) A. Loneliness is associated with the subjective evaluation of but not daily dynamics in partner relationships. International Journal of Behavioral Development. doi:10.1177/0165025420951246
  19. Nikitin, J., Wünsche, J., Bühler, J. L., Weidmann, R., Burriss, R. P., & Grob, A. (2020). Interdependence of Approach and Avoidance Goals in Romantic Couples Over Days and Months. The Journals of Gerontology: Series B. doi:10.1093/geronb/gbaa149
  20. Salazar de Pablo, G., Studerus, E., Vaquerizo-Serrano, J., Irving, J., Catalan, A., Oliver, D., … & Fusar-Poli, P. (2020). Implementing Precision Psychiatry: A Systematic Review of Individualized Prediction Models for Clinical Practice. Schizophrenia bulletin, sbaa120. Advance online publication. doi:10.1093/schbul/sbaa120
  21. Schweizer, F., Grieder, S., Bünger, A., & Grob, A. (2020). Vergleich von Intelligenztestleistungen bei monolingualen und bilingualen Kindern und Jugendlichen in den Intelligence and Development Scales–2 (IDS-2). Diagnostica. doi:10.1026/0012-1924/a000260
  22. Segerer, R., Niklas, F., Suggate, S., & Schneider, W. (2020). Young Minority Home-Language Students’ Biased Reading Self-Concept and Its Consequences for Reading Development. Reading Research Quarterly. doi:10.1002/rrq.300
  23. Steiner, M. D. & Grieder, S. (2020). EFAtools: An R package with fast and flexible implementations of exploratory factor analysis tools. Journal of Open Source Software, 5(53), 2521. doi:10.21105/joss.02521
  24. Studerus, E., Ittig, S., Beck, K., Del Cacho, N., Vila-Badia, R., Butjosa, A., … & Riecher-Rössler, A. (2020). Relation between self-perceived stress, psychopathological symptoms and the stress hormone prolactin in emerging psychosis. Journal of psychiatric research, S0022-3956(20)30846-3. Advance online publication. doi:10.1016/j.jpsychires.2020.06.014
  25. Troesch, L., Segerer, R., Claus-Pröstler, N., & Grob, A. (2020). Parental Acculturation Attitudes: Direct and Indirect Impacts on Children’s Second Language Acquisition. Early Education and Development. doi:10.1080/10409289.2020.1740640
  26. Wagner, L., Holenstein, M., Wepf, H., & Ruch, W. (2020). Character strengths are related to students’ achievement, flow experiences, and enjoyment in teacher-centered learning, individual, and group work beyond cognitive ability. Frontiers in Psychology, 11, doi:10.3389/fpsyg.2020.01324
  27. Wünsche, J., Weidmann, R., & Grob, A. (2020). Until death do us part: The codevelopment of life satisfaction in couples preceding the death of one partner. Journal of Personality and Social Psychology, 119(4), 881–900. doi:10.1037/pspi0000228

In Druck oder zur Publikation akzeptiert

  1. Jäggi, L., Schmid M., Bürgin, D., Saladin, N., Grob, A., & Boonmann C. Shared residential placement for child welfare and juvenile justice youth: current treatment needs and risk of adult criminal conviction, (accepted for publication on 18.12.2020 in Child and Adolescent Psychiatry and Mental Health) doi:10.1186/s13034-020-00355-1
  2. Klupp, S., Möhring, W., Lemola, S., & Grob, A. (2021). Intelligence and fine-motor skills in typically developing children and children with attention-deficit hyperactivity disorder. Research in Developmental Disabilities.
  3. Möhring, W., Klupp, S., Zumbrunnen, R., Segerer, R., Schaefer, S., & Grob, A. (in press). Age-related changes in children’s cognitive-motor dual tasking: Evidence from a large, cross-sectional sample. Journal of Experimental Child Psychology.
  4. Seker, S., Habersaat, S., Boonmann, C., Palix, J., Jenkel, N., Fischer, S., ... & Schmid, M. (2021). Substance-use disorders among child welfare and juvenile justice adolescents in residential care: The role of childhood adversities
    and impulsive behavior. Children and Youth Services Review.

Tests/Buchkapitel/wissenschaftliche Berichte

  1. Grieder, S. (2020). Interpretation von Intelligenzprofilen in der Praxis. Beitrag zu «Themenwelten» der Hogrefe AG. https://www.hogrefe.de/themen/schuleund- entwicklung/intelligenz
  2. Lenhard, J., Segerer, R., Marx, P. & Schneider, W. (2020). Fehleridentifikationstest RFit 9-10. Rechtschreibung für neunte und zehnte Klassen. Göttingen: Hogrefe.
  3. Segerer, R., Lenhard, J., Marx, P. & Schneider, W. (in Druck). Deutschtest 9-10. Göttingen: Hogrefe.
  1. Bühler, J.C.(2020, November). Examining auditory ‚odd-man-out‘ discrimination in monolingual and bilingual pre-schoolers within a language-fair task. Talk presented at the College for Interdisciplinary Educational Research (CIDER) 2020 Digital Fellow Meeting.
  2. Bühler, J.C., R. Segerer, & A. Grob. (September 2020). Nonword repetition skills predict later productive language skills differently in balanced vs. unbalanced bilingual children. Short talk organized to present at the 52nd DGPs Congress, Vienna, Austria (cancelled).
  3. Bühler, J.C. & Maurer, U. (June 2020). Using pre-school brain- and behavioral data to predict later reading and spelling outcomes in dialect-speaking children: A longitudinal study conducted in the German language context. Short talk organized to present at ICLPSP2020 in Oslo, Norway (cancelled).
  4. Grieder, S., Visser, L., Timmerman, M., Ruiter, S., & Grob, A. (2020, September). Confirmatory Factor Analyses of the Intelligence and Development Scales–2: Structural Validity across the German and Dutch Standardization Samples. Poster at the 52. DGPs congress, Vienna, Austria. Conference cancelled.
  5. Kahl, T., Segerer, R., Grob, A., & Möhring, W. (2020). Bidirectional associations among executive functions, visual-spatial skills and mathematical achievement in primary school students: Results from a longitudinal study. Talk presented at the Meeting of the Mathematical Cognition and Learning Society, Dublin, Ireland, 2020.
  6. Kahl, T., Grob, A., Segerer, R., & Möhring, W. (2020). The role of executive control processes in mathematical achievement – a developmental perspective. Talk accepted for presentation at the ISPA Conference, Nicosia, Cypress,2020 (cancelled because of Sars-CoV-2).
  7. Klupp, S., Möhring, W., Sakari. L., Grob, A. (2020, May) Relations between fine motor skills and intelligence in typically developing children and children with attention deficit hyperactivity disorder. Talk in the Symposium Relations between motor and cognitive abilities: Evidence from dual-task studies, atypical development, and intervention studies conducted at the virtual annual congress of the German Society of Sport Psychology (ASP).
  8. Meyer, S., Grob, A. & Gerber, M. (2020, May). The stress-buffering effect of physical activity and intrinsic motivation. Poster presentet at the at the virtual annual congress of the German Society of Sport Psychology (ASP).
  9. Meyer, S., Grob, A. & Gerber, M. (2020, May). The stress-buffering effect of physical activity and intrinsic motivation. Poster Poster accepted for the 52nd DGPs Congress, Vienna, Austria (cancelled).
  10. Möhring, W., Ribner, A. D., Segerer, R., Libertus, M. E., Kahl, T. P., Troesch, L. M., & Grob, A. (2020). Preschoolers’ growth in spatial abilities: Causes and Consequences for later mathematical thinking. Talk accepted for presentation at the Meeting of the Mathematical Cognition and Learning Society, Dublin, Ireland, June 27-29, 2020 (cancelled because of Sars-CoV-2).
  11. Möhring, W., Klupp, S., Segerer, R., Schaefer, S., & Grob, A. (2020). Thinking while walking: A closer look at executive functions in human gait. Talk presented at the Meeting of the Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie, Salzburg, Austria, May 21-23, 2020 (Online presentation because of Sars-CoV-2).
  12. Möhring, W., Klupp, S., Segerer, R., Schaefer, S., & Grob, A. (2020). Thinking while walking: A closer look at executive functions in human gait. Talk accepted for presentation at the Tagung experimentell arbeitender Psychologen” (TeaP), Jena, Germany, March 22-25 (cancelled because of Sars-CoV-2).
  13. Odermatt, S. D., Grieder, S., Schweizer, F., Bünger, A., & Grob, A. (2020, July). Do monolingual, bilingual, and non-native speaking children and adolescents differ in cognitive and developmental functions of the Intelligence and Development Scales–2? Poster accepted for the 12th Conference of the International Test Commission (ITC), Esch-sur-Alzette, Luxembourg (postponed).
  14. Odermatt, S. D., Schweizer, F., Weidmann, R., Gygi, J.T., & Grob, A. (2020, September). Intelligence, Conscientiousness, and Achievement Striving Predict Children’s and Adolescent’s Academic Achievement. Poster accepted for the 52nd DGPs Congress, Vienna, Austria (cancelled).
  15. Schächinger Tenés, L. T., Grob, A., Bühler, J. C. & Segerer, R. K. (2020, September). Context-dependent and -independent behavior in monolingually and bilingually raised preschoolers and first graders. Planed research talk at the 52nd DGPs Congress, Vienna, Austria (cancelled).
  16. Segerer, R. K., Niklas, F., Suggate, S., & Schneider (2020, July). Young Minority Home-Language Students’ Biased Reading Self-Concept and Its Consequences for Reading Development. Planed research talk at the 27th Meeting of the Society for the Scientific Study of Reading, Newport, CA (cancelled).
  17. Seker, S., Boonmann, C. (2020, September). JAEL – a longitudinal Swiss nationwide study of functional outcomes of young adults with a history of placements in residential youth care and juvenile justice institutions. Talk presented at the European Scientific Association on Residential & Family Care for Children and Adolescents (EUSARF) conference in Zurich, Switzerland (postponed).
  18. Seker, S., Habersaat, S., Boonmann, C., Palix, J., Jenkel, N., Fischer, S., ... & Schmid, M. (2020, May). Substance-use disorders among child welfare and juvenile justice adolescents in residential care: The role of childhood adversities and impulsive behavior. Talk in a symposium presented at the European Association for Forensic Child & Adolescent Psychiatry, Psychology & other involved Professions (EFCAP) conference 2020 in Eindhoven, the Netherlands (postponed).
  19. Seker, S. (2020, July). The development of mental disorders among institutionalized youth across lifespan. Talk in a symposium presented at the International Association for Child and Adolescent Psychiatry and Allied Professions (IACAPAP) conference in Singapore (cancelled).

Jessica Carolyn Bühler
   Gutachtertätigkeiten für Zeitschriften: Bilingualism: Language and Cognition;
Learning and Instruction; Language and Cognition; Language & Speech
   Mitglied der Swiss Society for Early Childhood Research (SSECR)
   Mitglied der Prüfungskommission als Vertretung des Mittelbaus (Gruppierung
III)

Letizia Gauck
   Schulratspräsidentin der Primarschule Gotthelf, Basel-Stadt
   Mitglied der Studiengangkommission der Weiterbildungen Kinder- und
Jugendpsychologie
   Mitglied der Anerkennungskommission der Schweizerischen Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie (SKJP)
   Mitglied im Patronatskomitee Elternhilfe beider Basel

Silvia Grieder
   Seminar „SON-R und CFT: Sprachfreie und kulturfaire Intelligenzdiagnostik“,
Hogrefe AG, Bern, 28.02.2020
   Gutachtertätigkeit für Assessment (2)

Alexander Grob
   Dekan Fakultät für Psychologie (bis 03/2020)
   Präsident Studiengangkommission Weiterbildungen in Kinder- und Jugendpsychologie (MAS-DAS-CAS)
   Vorsitzender der Kommission Doktoratsstudiengang Schulpsychologie, Entwicklungsdiagnostik,
   Erziehungsberatung und Doktorat (SEED)
   Präsident der Leitungsgruppe NFP76 „Fürsorge und Zwang“; Schweizerischer
   Nartionalfonds für Wissenschaftliche Forschung
   Gutachtertätigkeiten für verschiedene Zeitschriften
   Stiftungsratmitglied Wildt’sches Haus

Silvia Meyer
   Seminar „Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik mit den IDS-2“, Testzentrale
der Schweizer Psychologen AG Bern (online), 4.6 & 26.6.2020
   Seminar „Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik mit den IDS-2“, Hogrefe
Verlag GmbH & Co. KG Göttingen, 10.05.2020 (abgesagt)

Wenke Möhring
   Mitglied der Fakultätsversammlung als Vertretung des Mittelbaus (Gruppierung
III) bis 11/2020
   Mitglied der Evaluationskommission für eine Professur an der Fakultät für
Psychologie als Vertretung des Mittelbaus (Gruppierung III)
   Review Editor für Cognitive Development und Frontiers in Psychology, section:
Developmental Psychology
   Gutachtertätigkeiten für Zeitschriften: Child Development (1), Child Development Perspectives (2), Cognition (1), Cognitive Development (5), Developmental Science (2), Journal of Cognition and Development (1), Journal of
Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition (1), Trends in
Neuroscience and Education (1), Spatial Cognition and Computation (3)

Salome Odermatt
   Seminar „Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik mit den IDS-2“, Testzentrale
der Schweizer Psychologen AG Bern, 20.03.2020 (abgesagt)
   Seminar „Intelligenz- und Entwicklungsdiagnostik mit den IDS-2“, Hogrefe
Verlag GmbH & Co. KG Göttingen, 15.05.2020 (abgesagt)

Robin Segerer
   Gutachtertätigkeiten für Zeitschriften: Journal of Research in Reading, European Journal of Psychology of Education.

Rebekka Weidmann
   Gutachtertätigkeiten für Zeitschriften: BMC open, European Journal of Personality, International Journal of Psychology, Journal of General Psychology,
Journal of Gerontology, Journal of Open Psychology, Journal of Personal and
Social Relationships, Journal of Personality, Journal of Personality and Social
Psychology, Personal Relationships.

Erich Studerus
  
Gutachtertätigkeiten für verschiedene Zeitschriften und für die     Ethikkommission der Fakultät für Psychologie
   Editorial Advisory Board Member von Archives of Women’s Mental Health
   Vorstandsmitglied des «Swiss Early Psychosis Project» (SWEPP)

Anja Aebli
Attachment Orientations and Health (Betreuung: Dr. Rebekka Weidmann)

Alessandro Baldassarri
Relations between physical fitness and academicachievement in overweight
children andadolescents (Betreuung: M.Sc. S. Klupp)

Leonie Berger
Prädiktoren von Schulerfolg: Sagen Gewissenhaftigkeit, Leistungsmotivation
und Selbstwirksamkeit Schulleistungen vorher? (Betreuung: Salome Odermatt)

Rahel Blunier
Interventionen von 0-3 Jahren zur Förderung der psychosozialen Stimulation
in Industrie- und Entwicklungsländern (Betreuung: Dr. Lena Jäggi und
Wenke Möhring)


Fabienne Geiger
Werden Kinder mit Migrationshintergrund in Intelligenztests systematisch
diskriminiert? (Betreuung: Dr. Robin Segerer)

Liezl Launspach
What are the boundaries of the bilingual advantage in executive functioning
and where do they lie? (Betreuung: Dr. Jessica Bühler)

Tamara Lotz
Die Fähigkeit des mentalen Rotierens und ihr Einfluss auf die mathematischen
Leistungen (Betreuung: Wenke Möhring)

Sergio de Azevedo Araujo
Der Zusammenhang zwischen Beginn und Dauer einer Medikation und der Kognition und Motorik bei Kindern mit ADHS
Obwohl die kurzzeitige positive Wirkung von Stimulanzien, besonders von Methylphenidat (MPH), auf die Symptomatik von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als gesichert gilt, sind die langfristigen Auswirkungen einer Medikation in der Kindheit sowie einer Dauermedikation noch weitestgehend unbekannt. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der Dauer und dem Beginn einer Einnahme von MPH und der motorischen Leistung, sowie den exekutiven Funktionen (EF) von Kindern mit ADHS. Hierfür wurden 32 medizinierte Kinder mit ADHS (3 Mädchen, MAlter = 10.97 Jahre, SDAlter = 1.53) und 32 typisch entwickelte Kinder (3 Mädchen, MAlter = 11.02 Jahre, SDAlter = 1.51) im Alter von 7 bis 13 Jahren untersucht. In einem ersten Schritt wurde untersucht, ob sich die aus der Literatur abgeleiteten Defizite in den EF und der Motorik von Kindern mit ADHS in dieser Stichprobe der medizinierten Kinder mit ADHS replizieren lassen. Zweitens wurde der Zusammenhang zwischen der Dauer und dem Beginn einer MPH-Einnahme und der Motorik bzw. den EF untersucht. Zuletzt wurde eine Hypothese getestet, in der die EF eine Mediatorrolle im Zusammenhang zwischen der Dauer und dem Beginn der MPH-Einnahme und der Motorik einnehmen. Die Ergebnisse zeigten, dass medizinierte Kinder mit ADHS im Vergleich zu typisch entwickelten Kontrollkindern tiefere Werte in Aufgaben zur Feinmotorik und zum Gleichgewicht erzielten. Im Hinblick auf die EF konnten keine Gruppenunterschiede zwischen medizinierten Kindern mit ADHS und den gesunden Kontrollkindern gefunden werden. Es zeigten sich keine Zusammenhänge zwischen der Dauer und dem Beginn einer MPH-Einnahme und der Motorik bzw. den EF von medizinierten Kindern mit ADHS auf. Keine der Mediationsmodelle konnte einen Hinweis darauf geben, dass die EF die Beziehung zwischen der Medikation und der Motorik mediieren. Weitere Forschung wird benötigt, um den möglichen langfristigen Einfluss der Dauer und des Beginns einer MPH-Einnahme auf die Motorik und den EF von Kindern mit ADHS zu untersuchen.
(Betreuung: Wenke Möhring)

Oriana Baltieri
Emotionsregulation bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern im Vorschulalter
Die vorliegende Arbeit hatte zum Ziel herauszufinden ob sich ein- und zweisprachig aufwachsende Kinder im Vorschulalter in Bezug auf ihre Emotionsregulation* 1 unterscheiden und inwiefern dies durch inhibitorische und/oder sprachliche Fähigkeiten erklärt werden könnte. Zusätzlich wurden die zweisprachigen Kinder näher in Bezug auf die Balanciertheit der Sprachen im Zusammenhang mit Inhibition, Sprachfähigkeiten und Emotionsregulation* untersucht. Methoden: Die Daten stammen aus der Pilotierung des CROCODILE2 Forschungsprojekts. Es wurden 190 in der Schweiz und Deutschland wohnhafte Kinder im Alter von 3;0 – 4;11 Jahren untersucht, wovon 87 zweisprachig mit der Familiensprache Italienisch oder Türkisch und der Gesellschaftssprache Deutsch oder Französisch aufwuchsen. Verglichen wurden sie mit 103 deutsch oder französisch einsprachigen Kindern. Zusammenhänge zwischen Mehrsprachigkeit, Inhibition, Sprachfähigkeiten und Emotionsregulation* wurden anhand von drei verschiedenen regressionsanalytischen Modellen und einem Strukturgleichungsmodell untersucht. Ergebnisse: Zweisprachige Kinder wiesen sowohl tiefere Emotionsregulationsfähigkeiten*, als auch geringere Sprachfähigkeiten in der dominanten Sprache auf als einsprachige Kinder. Es konnte kein Effekt von Inhibition auf den Zusammenhang von Mehrsprachigkeit und Emotionsregulation* nachgewiesen werden. Eine Post-hoc-Analysen liess jedoch vermuten, dass die Sprachfähigkeiten zu einem gewissen Anteil die geringeren emotionsregulatorischen Fähigkeiten* zweisprachiger Kinder erklären könnten. Innerhalb der zweisprachigen Stichprobe konnten in Bezug auf Balanciertheit der Sprachen keine Unterschiede festgestellt werden. Fazit: In der vorliegenden Arbeit wurden erstmals systematische Effekte zwischen Mehrsprachigkeit und Emotionsregulation*, unter Einbezug von Inhibition und Sprachfähigkeiten der dominanten Sprache untersucht. Erkenntnisse implizieren die Wichtigkeit von Sprachförderung zweisprachiger Kinder, welche vermutlich mit einer Verbesserung der Emotionsregulationsfähigkeiten einher gehen.
(Betreuung: Dr. Jessica Bühler)

Jana Daza Teuta-Bielser
Traumatische Erlebnisse und allgemeine Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen in ausserfamiliären Unterbringungen
Jugendliche in ausserfamiliären Unterbringungen weisen eine erhöhte Prävalenz von traumatischen Erlebnissen auf. Traumatische Erfahrungen können auf unterschiedliche Weise das Leben der Betroffenen verändern und zu verschiedensten Folgestörungen führen. Während bereits klar ist, dass das Erleben von Traumata psychische Probleme verursachen kann, ist der Zusammenhang mit allgemeinen Kompetenzen des alltäglichen Lebens noch unklar. Mit insgesamt 314 fremdplatzierten Jugendlichen zwischen 12 und unter 18 Jahren aus der Schweiz wurde der Zusammenhang von Traumahäufigkeit (kein, ein, mehrere), Traumaart (nicht personell, interpersonell) und Bekanntheit des Täters mit acht definierten allgemeinen Kompetenzen untersucht. Die Kompetenzen wurden zu zwei Messzeitpunkten erhoben. Unter Kontrolle von Geschlecht, bisheriger Platzierungsdauer und Alter bei der ersten Fremdunterbringungen wurde als erstes analysiert, ob sich die Jugendlichen mit verschiedenen traumatischen Erlebnissen zum ersten Messzeitpunkt unterschieden. In einem zweiten Schritt wurde untersucht, ob sich die verschiedenen Subgruppen unterschiedlich über die Zeit verändern. Die Ergebnisse zeigten, dass sich die Jugendlichen zum ersten Zeitpunkt vor allem in den Kompetenzen Verbindlichkeit und Verhalten in der Schule unterschieden. Jugendliche mit mehreren traumatischen Erlebnissen hatten dabei geringere Werte als Jugendliche mit einmalig erlebten Traumata und Jugendliche mit interpersonellen Traumata tiefere Werte als solche mit nicht personellem Trauma. Jugendliche, welche den Täter kannten, zeigten ausserdem geringere Fähigkeiten im Konfliktmanagement als solche, die den Täter nicht kannten. Über die Zeit verbesserten sich Jugendliche mit multiplen interpersonellen Traumata signifikant schwächer in ihrer Kommunikations- und Empathiefähigkeit als solche mit nur einmalig erlebtem interpersonellem Trauma. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit kann gefolgert werden, dass ein differenziertes Kompetenztraining für bestimmte traumatisierte Jugendliche durchaus sinnvoll wäre.
(Betreuung Dr. Lena Jäggi und Dr. Cyril Boonmann)

Marion Inhelder
Laufsporterfahrung und Leistungsmotivationals Einflussfaktoren auf die Dual-Task Performanz:eine explorative Arbeit.
Jeden Tag machen wir oftmals zwei Dinge gleichzeitig. Die Erforschung von Dual-Task Fähigkeiten in unterschiedlichen Settings wie z. B. Rehabilitation oder im Sport ist daher relevant. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Laufsporterfahrung und Leistungsmotivation auf die kognitiv-motorische Dual-Task Fähigkeit. Hierzu wurden 20 Laufsportler (65% weiblich, M Alter = 31.20 Jahre, SD Alter = 11.92) und 26 Nicht-Sportler (77% weiblich, M Alter = 35.92 Jahre, SD Alter = 15.54) im Alter von 18-64 Jahren gebeten gleichzeitig während des Gehens (motorische Aufgabe), drei Denkaufgaben zu den exekutiven Funktionen (kognitive Aufgabe) zu lösen. Die Leistung der kognitiven und motorischen Aufgaben wurde sowohl im Single-Task als auch im Dual-Task untersucht. Dabei sind die Leistungseinbussen, sogenannte Dual-Task Kosten, die aufgrund der Ausführung von zweier gleichzeitig aufmerksamkeits fordernden Tätigkeiten entstehen, von Bedeutung. Die kognitiven Dual-Task Kosten wurden durch die Fehleranzahl in den Denkaufgaben der drei Komponenten der exekutiven Funktionen, Inhibition, Switching und Updating gemessen. Die motorischen Dual- Task Kosten wurden anhand des Gangparameters der Schreitdauervariabilität gemessen. Erstens wurden die Gruppen in Bezug auf die Dual-Task Kosten verglichen und zweitens wurde der Zusammenhang dieser Kosten und der Leistungsmotivation untersucht. Die Gruppen (Laufsportler vs. Nicht-Sportler) unterschieden sich sowohl in den drei Denkaufgaben (Inhibition vs. Switching vs. Updating) als auch in den Domänen (kognitive vs. motorische Dual-Task Kosten) nicht signifikant voneinander. Ebenfalls konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Leistungsmotivation und den Dual Task Kosten festgestellt werden. Die Resultate dieser Arbeit weisen darauf hin, dass die Dual-Task Fähigkeiten durch Laufsporterfahrung und Leistungsmotivation nicht beeinflusst werden.
(Betreuung: M.Sc. S. Klupp)

Jennifer Steinbach
IDS-2: Interpretationshinweise zum Funtionsbereich Intelligenz
Die CHC-Intelligenztheorie ist eine Taxonomie kognitiver Fähigkeiten, beinhaltet jedoch auch theoretische Erklärungen dafür, weshalb sich Personen in Bezug auf die verschiedenen kognitiven Funktionen unterscheiden (Schneider & McGrew, 2012), was in Bezug auf die Kommunikation der Testergebnisse an die betroffenen Kinder/Jugendlichen, Eltern und Lehrpersonen sowie zur Förderung des individuellen kognitiven Potentials zentral ist. Die Weiterentwicklung der IDS zu den IDS-2 erfolgte anhand der CHC-Theorie, wobei bei den IDS-2 die Einschätzung der allgemeinen Intelligenz anhand von sieben der insgesamt 10 Faktoren des CHC-Modells erfolgt (Verarbeitung Visuell, Verarbeitungsgeschwindigkeit, Kurzzeitgedächtnis Auditiv, Kurzzeitgedächtnis Räumlich-Visuell, Langzeitgedächtnis, Denken Abstrakt und Denken Verbal). Da aktuelle Testverfahren zur Intelligenzdiagnostik jeweils nur eine Auswahl an Sekundärfaktoren des CHC-Modells erfassen, wurde zur breiteren Beurteilung der Intelligenz (zur Erfassung des gesamten Spektrums an Fähigkeiten, welche die CHC-Theorie beschreibt) der Cross-Battery-Assessment (XBA)-Ansatz entwickelt (Flanagan & Mc Grew, 1997; vgl. Hagmann-von Arx, Gauck & Grob, 2016). Im Rahmen des vorliegenden Interpretationskapitels zum Funktionsbereich Intelligenz der IDS-2 werden zuerst allgemeine Hinweise zur Interpretation des Gesamt-IQ gegeben, gefolgt von klinisch-praktischen Überlegungen zur inhaltlichen Interpretation der Leistung auf den einzelnen Faktoren und Untertests. Es werden dabei insbesondere für unterdurchschnittliche Testleitstungen auf den einzelnen Faktoren Punkte genannt, welche bei der Interpretation entweder auszuschliessen oder zu berücksichtigen sind.
(Betreuung: M.Sc. Florine Schweitzer)

Damaris Bachmann
Kreisspiele zur Förderung der Inhibition im Kindergarten
Die Selbstregulation beschreibt die Fähigkeit, Verhalten, Gedanken, Gefühle und Handlungen zielgerichtet steuern zu können. Ihr zugrunde liegen höhere kognitive Prozesse, die als Exekutive Funktionen bezeichnet werden. Wissenschaftliche Befunde sprechen für eine wichtige Entwicklungsphase der Exekutiven Funktionen im späten Vorschulalter. Zudem wird davon ausgegangen, dass durch gezieltes Üben dieser Funktionen auf neuroanatomischer Ebene Veränderungen bewirkt werden können. In Zusammenarbeit mit einem schulischen Heilpädagogen wurden aus bereits bekannten Spielideen, die oftmals für ältere Kinder konzipiert sind, einige ausgewählt, für die Kindergartenstufe angepasst und in drei Kindergärten ausprobiert. Die Standorte wurden so gewählt, dass sie sich bezüglich Grösse der Gemeinde und sozio demographischen Gegebenheiten unterscheiden. Nach der Einführung durch die Schulpsychologin wurden die Spiele über mehrere Wochen hinweg wiederholt und mögliche Varianten davon ausprobiert. In abschliessend durchgeführten qualitativen Interviews mit den Lehrpersonen und schulischen Heilpädagog*innen wurden sie unter den Aspekten "Instruktionsverständnis", "vorausgesetzte Deutschkenntnisse", "Variationen der Schwierigkeit" und "Einsetzbarkeit" ausgewertet. Endprodukt ist eine kleine Sammlung von Spielanleitungen, welche ohne grossen Materialaufwand im Kindergartenalltag eingesetzt werden können.
(Betreuung: Urs Schuhmacher)

Flurina Deragisch (Praxisforschungsarbeit zusammen mit Regula Gerber)
Migrationsfair testen: Mitentwicklung eines Untertests
Im Rahmen des Pilotprojekts "migrationsfaires Testen IDS-2", der Abteilung für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie der Universität Basel, entsteht eine möglichst "migrationsfaire" Testbatterie. Sie basiert auf Untertests (UT) der IDS-2 und das Pilotprojekt findet unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Grob statt. Weitere Mitwirkende sind Doktorandinnen und Studierende des Masterprojekts der Universität Basel sowie oben genannte Autorinnen. Die zugrundeliegende Problematik besteht darin, dass den Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, aufgrund grosser kultureller Unterschiede und möglicher mangelnder Erfahrung die Vertrautheit mit dem Testmaterial zur Intelligenzmessung fehlt. Hinzu kommen unter anderem unterschiedliche sprachliche Fertigkeiten, unpassende Inhalte in herkömmlichen Tests (z.B. abstrakte geometrische Figuren, Papier und Bleistift), Erfassung unterschiedlicher Merkmale (z.B. nicht IQ, sondern kulturelle Anpassung), ethnische Minoritäten in der Standardisierungsstichprobe oder ein Testleiter-Bias. Nun soll eine Testbatterie mit sechs UT zur Intelligenzmessung und zwei UT zur Erfassung der exekutiven Funktionen entwickelt werden, welche dieser Problematik Rechnung trägt. Als Produkt dieser Praxisforschungsarbeit geht eine Erstversion eines vollständigen UT zur Messung des visuellen Langzeitgedächtnisses des Funktionsbereiches Intelligenzmessung hervor. Dieser UT basiert auf dem UT "Bild erinnern" der IDS-2. Die Konstruktion der Aufgaben berücksichtigt die beschriebenen Herausforderungen bei der Testung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und soll somit zu faireren Testbedingungen beitragen. Der UT besteht aus einem bebilderten Holzbrett mit herausnehmbaren Türchen wohinter Bildkarten versteckt werden können. Die Kinder und Jugendlichen sollen sich die Platzierung bestimmter Bilder einprägen und diese nach einer vordefinierten Pause abrufen können. Der eigentlichen Testung wird, basierend auf der Idee des Dynamischen Testens, eine Lernphase vorgeschaltet. Während dieser Lernphase wird die Testperson mit dem Material und dem Testablauf vertraut gemacht. Die fertig entwickelte Erstversion des UT dieser Praxisforschungsarbeit wird der Pilotprojektgruppe zur Testung im Feld und zur Weiterentwicklung als UT der "migrationsfairen" Testbatterie, zur Verfügung gestellt.
(Betreuung: M. Sc. Silvia Grieder und M. Sc. Salome Odermatt)

Alina Rüegg
Kundenbefragung: Zufriedenheit mit der Arbeit des SPDs Uri
Im Rahmen der Praxisforschungsarbeit wurde eine quantitative Befragung bezüglich der Zufriedenheit von schulischen Fachpersonen sowie Eltern mit der Arbeit des Schulpsychologischen Dienstes (SPD) im Kanton Uri durchgeführt. Von den eingeladenen Personen haben 95 Familien (55%) sowie 187 schulische Fachpersonen (39%) teilgenommen. Die Gesamtbeurteilung fiel positiv aus – in beiden Stichproben gaben über 93% an, zufrieden oder eher zufrieden zu sein. In den verschiedenen Items der Befragung fallen einige, eher negativ beurteilte, auf. Diese sind für die Weiterentwicklung unserer schulpsychologischen Arbeit zentral. Fast 20% der schulischen Fachpersonen gaben an, dass sie eher nicht oder nicht zufrieden mit der Arbeit des SPDs im Bereich der Verhaltensauffälligkeiten sind. Ausserdem wird die Wartezeit im Beratungsprozess von über 20% der schulischen Fachpersonen eher nicht oder nicht als angemessen beurteilt. Aus den offenen Rückmeldungen und Verbesserungsvorschlägen zeigte sich ein möglicher Zusammenhang zwischen den Wartezeiten und der Beratung bei verhaltensauffälligen Schülern. Es scheint, dass dieser Klärungsprozess den schulischen Fachpersonen zu lange dauert. In der Elternbefragung fällt vor allem die Beurteilung der Information über den Beratungsprozess des SPDs durch die Schule auf. 35% der Eltern gaben an, dass sie im Voraus nicht oder eher nicht ausreichend informiert wurden. Die Rückmeldungen zeigen, dass die systemische und schulnahe Arbeitsweise des SPDs positiv wahrgenommen wird. Aus einer früheren schulischen Befragung wissen wir, dass verhaltensauffällige Schüler eine hohe Belastung sind. Nun zeigt sich, dass in diesem Bereich auch die Arbeit und Beratung des SPDs reflektiert und evaluiert werden muss. Zudem muss die Elterninformation durch die Lehrpersonen überprüft werden.
(Betreuung: Anuar Keller-Buvoli)

Snezana Stojcic
Evaluation des Übungsprogramms für Lehrer "ADHS in der Schule"
Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) stellen aufgrund ihrer meist ausgeprägten Symptomatik besondere Anforderungen an schulische Lehr- und Fachpersonen. Sie verhalten sich im Unterricht deutlich anders und deutlich weniger angepasst als ihre unauffälligen Mitschüler. Unter Leitung der Schulpsychologin nahmen vier Lehrkräfte der ersten bis vierten Primarstufe einer Regelklasse während sieben Wochen einmal wöchentlich am von Prof. Gerhard W. Lauth entwickelten Übungsprogramm für Lehrkräfte »ADHS in der Schule« (2014) teil. Anhand eines durchgängigen Konzeptes wurde Wissen über das Störungsbild vermittelt, Erfassungsinstrumente und Fördermassnahmen eingeführt und deren Umsetzung im schulischen Alltag besprochen. Die Teilnehmer setzten die besprochenen Fördermassnahmen direkt im Unterricht mit einem von ADHS betroffenen Kind um. Die nachfolgende Auswertung der Wirksamkeit anhand von Fragebogen zeigte bei allen Teilnehmern eine Erweiterung des Verständnisses und Wissens um ADHS sowie Zuwachs an Handlungssicherheit in Anleitung und Umgang mit betroffenen Schüler und deren Eltern. Zudem verringerte sich die Belastungswahrnehmung der Lehrkräfte eindrücklich obwohl Verhaltensveränderungen bei den Zielkindern nur bedingt beobachtet wurden. Die Durchführung des Übungsprogramms im Rahmen der schulpsychologischen Tätigkeit wurde trotz hohem zeitlichen und organisatorischen Aufwand als machbar und sinnvoll beurteilt. Anpassungen für ein erfolgreiches Gelingen werden in einer deutlichen Verlängerung der Umsetzungszeit für Wochenaufgaben, der Aufnahme und Einbau zusätzlicher Themen und Anregungen seitens Lehrkräfte sowie der Beschränkung der Teilnehmerzahl gesehen. Die frühzeitige Bekanntmachung des Angebots an Schulen, die finanzielle Abgeltung als Weiterbildungsmodul für Lehrkräfte sowie die sorgfältige Prüfung des passenden Durchführungszeitraumes sind weitere zu berücksichtigenden Faktoren.
(Betreuung: Urs Schuhmacher)

Melanie Ernest
Zusammenarbeit Schule - KESB
Wie kann der Schulpsychologische Dienst im Kantorn Zürich die Schule in der Zusammenarbeit mit der KESB kompetent beraten und unterstützen? Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) entstand 2013 aus der ehemaligen Vormundschaftsbehörde. Die Schule ist bei einer Kindswohlgefährdung weiterhin verpflichtet, die zuständige Behörde (KESB) zu informieren (§51 VSG). Im schulpsychologischen Alltag ist man immer wieder mit den Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit im Kindsschutz konfrontiert. Um besser beurteilen zu können, wie der SPD Schulen im Thema Kindsschutz kompetent beraten kann, wurden je ein Fragebogen für Schulleiter (n=17) und für KESB-Mitarbeiter (n=11) erstellt. So wurden die momentane Situation und die Schwierigkeiten der Zusammenarbeit Schule – KESB qualitativ erhoben. Die Ergebnisse zeigen: Knapp die Hälfte aller Gefährdungsmeldungen bei Kindern werden von der Schule veranlasst und in etwa Zweidrittel dieser Meldungen beschliesst die KESB auch Massnahmen. Die KESB ist mit dem Informationsaustausch mit den Schulen zufrieden. Die Schwierigkeiten sehen die KESB-Mitarbeiter im von der Schule eher zu spät gewählten Zeitpunkt einer Gefährdungsmeldung und in den nicht erfüllbaren Erwartungen. Laut Auskunft der KESB erhalten in fast allen Fällen die Schulen eine Rückmeldung. Die Schule hingegen erlebt die Zusammenarbeit mit der KESB zu Zweidrittel als unbefriedigend. Laut Angaben der Schulen erhalten knapp Zweidrittel der Lehrpersonen nach einer Gefährdungsmeldung keine Rückmeldung von der KESB. Sie erachten deshalb die Kommunikation und den mangelnden Informationsfluss als grösste Schwierigkeiten. Den Kontakt mit dem SPD sehen sowohl Schule als auch KESB als wichtige Hilfestellung im Fall einer Gefährdungsmeldung. Mit Hilfe der Ergebnisse aus den Fragebögen wurde ein Merkblatt für den SPD und dessen Beratungsarbeit für die Zusammenarbeit Schule – KESB zusammengestellt. Neben den gesetzlichen Grundlagen und dem Ablauf bei einer Gefährdungsmeldung ist dem Merkblatt im wesentlichen Folgendes zu entnehmen: Die Zusammenarbeit bei Gefährdungsmeldung zwischen Schule und KESB ist in öffentlich zugänglichen Papieren bzw. Leitfäden geregelt. Unter anderem ist darin festgehalten, dass die Schule bei schulisch relevanten Massnahmen eine Rückmeldung seitens KESB erhält. Weiter ist es bei einer Gefährdungsmeldung sinnvoll, persönlich Kontakt mit der KESB oder dem kjz (Kinder- und Jugendhilfezentrum) aufzunehmen. Somit ist darauf zu achten, dass eine fallführende Kontaktperson angegeben wird, die relevante Informationen hat, bzw. einholt oder weiterleiten kann. Als Fazit ist festzuhalten: Das Eingreifen der KESB löst ein behördliches Verfahren aus und stellt somit einen massiven Eingriff ins System dar.
(Betreuung: Hans Burgherr)

Anette Bünger
Assessments in School Psychology: Comparability and Diagnostic Utility of Tests Measuring Cognitive Abilities
In the context of school psychology, students’ cognitive abilities such as intelligence, attention, and executive functions are often assessed for diagnostic classification purposes (e.g., intellectual disability or giftedness; the presence of an attention-deficit/hyperactivity disorder [ADHD]). There are an increasing number of tests measuring these abilities, raising the question of whether different tests aimed at measuring the same psychological attribute yield comparable results. Most previous studies have addressed this question using group-level analyses (i.e., correlations among tests). Yet, research investigating whether different tests yield comparable scores for individuals, that is, scores that lead to the same classification, is sparse. This is surprising given that individual-level comparability is essential, as diagnostic classification is most often based on cut-off scores. Thus, the main goal of the present dissertation was to shed light on such individual-level comparability with findings from three studies. Studies I and II revealed that different intelligence test scores were generally highly correlated on the group level, but individual-level comparability was not satisfactory. Specifically, in Study I, the 95% confidence interval (CI) of two test scores obtained from different tests overlapped in only about 60% of all cases. In Study II, the 95% CI of intelligence scores obtained from the same test (Full-Scale IQs vs. Screening IQs) did overlap in 74–99% of all cases. In both studies, comparability decreased toward the tails of the IQ distribution, the very ranges in which diagnostic questions most often arise in practice. Study III revealed that scores of attention and executive functions obtained in parent questionnaires did not correlate substantially with those obtained in performance-based measures. Moreover, only scores from parent questionnaires and not those from performance-based measures were associated with an ADHD diagnosis. Possible approaches for dealing with and enhancing individual level comparability are discussed. The focus thereby lies on two aspects that were identified to be the most prominent sources of incomparability: different theoretical groundings of tests and measurement error.
(Betreuung: Prof. Dr. Alexander Grob)

Edith Niederbacher
Die Rolle von Überzeugungen von Eltern und Lehrpersonen bei der Erklärung herkunftsbedingter Leistungsdisparitäten von Primarschülerinnen und -schülern
Nationale und internationale Schulleistungsstudien bestätigen regelmässig, dass Kinder mit bestimmten familiären Herkunftsmerkmalen (z.B. niedriges elterliches Ausbildungsniveau, niedriger sozioökonomischer Status oder Fremdsprachigkeit in der Familie) geringere schulische Leistungen erbringen als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, auf die diese Merkmale nicht zutreffen. Der starke Zusammenhang zwischen der familiären Herkunft und den Leistungen weist darauf hin, dass das Prinzip der Chancengleichheit verletzt wird. Studien zeigen, dass Überzeugungen von Eltern und Lehrpersonen (z.B. Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zur Unterstützung, Leistungserwartungen) direkt sowie indirekt die schulischen Leistungen von Schülerinnen und Schülern beeinflussen. Die vorliegende Dissertation möchte zu einem vertieften Verständnis beitragen, wie verschiedene inhaltsspezifische Eltern- und Lehrpersonenüberzeugungen sowohl separat als auch in Interaktion die Entstehung bzw. Reproduktion von Leistungsdisparitäten von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer und sprachlicher Herkunft erklären. Auf der theoretischen Grundlage der Ansätze des «Parental Involvement» und der selbsterfüllenden Prophezeiungen wurden folgende Ziele verfolgt: Erstens wurde die Entstehung verschiedener inhaltsspezifischer Überzeugungen von Eltern und Lehrpersonen sowie deren Folgen auf Leistungen von Schülerinnen und Schülern in Deutsch und Mathematik untersucht. Zweitens wurde analysiert, wie Elternüberzeugungen, vermittelt über Lehrpersonenüberzeugungen, auf Leistungen wirken. Drittens wurde überprüft, wie diese Zusammenhänge Leistungsdisparitäten bei Schülerinnen und Schülern in Abhängigkeit ihrer sprachlichen und sozialen Herkunft erklären. Basierend auf empirischen Daten aus zwei Schweizer Forschungsprojekten (längsschnittliche Daten aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern der Primarstufe, Eltern und Lehrpersonen) wurden vier Artikel verfasst. Die Ergebnisse zeigen, dass die Überzeugungen von Eltern und Lehrpersonen mehrheitlich von familiären Herkunftsmerkmalen abhängen, wobei es je nach Herkunftsmerkmal zum Teil Unterschiede in den Zusammenhängen gibt. Inhaltsspezifische Erwartungen von Lehrpersonen erklären im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung die Leistungen sowie die Anstrengungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Diskrepanzen in Schulniveauerwartungen, bei niedrigerer Lehrpersonenerwartung im Vergleich zu den Eltern, wirken sich negativ auf die Leistungen aus. Eltern- und Lehrpersonenüberzeugungen vermitteln mehrheitlich in Interaktion die Zusammenhänge zwischen Herkunftsmerkmalen und Leistungen, was die gemeinsame Wirkung von Eltern- und Lehrpersonenüberzeugungen illustriert. Geringe Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zur Lernunterstützung von Eltern erklären niedrige Leistungserwartungen von Lehrpersonen. Schätzen die Lehrpersonen das familiäre Umfeld eines Kindes als wenig lernförderlich ein, richten sie tiefere Schulniveauerwartungen an die Schülerinnen und Schüler. Die Befunde liefern ein vertieftes Verständnis darüber, wie Überzeugungen von Eltern und Lehrpersonen die Entstehung von Leistungsdisparitäten zwischen Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer und sprachlicher Herkunft erklären und wie die Schule selbst bei der Entstehung von Chancenungleichheit mitbeteiligt ist.
(Betreuung: Prof. Dr. Markus P. Neuenschwander, Prof. Dr. Alexander Grob)

Jenna Wünsche
Happy You, Happy Me? Couple Interrelations in Subjective Well-Being from a Descriptive, Functional, and Life Span Perspective
The present dissertation focused on one of the most immediate developmental contexts in adulthood—the romantic relationship—and examined the interrelations in couple members’ experiences of subjective well-being. At the intersection of personality, social, and life span psychology this work sought to corroborate and expand our current understanding regarding the nature and the relational implications of couple interrelations in subjective well-being until the end of the romantic life span. To that end, three studies were conducted, all of which relied on representative panel data (i.e., SHP, pairfam, SOEP). Couple-level analyses were employed to disentangle the intra- and interpersonal ties between romantic partners’ subjective well-being on the one hand, and their implications for relationship happiness and stability, on the other. Insights derived from these studies can be organized along a descriptive, functional, and life span perspective. Regarding the descriptive perspective, this dissertation applied the bottom-up model of life satisfaction (Diener, 1984) to the developmental unit of the couple. Findings suggest that couple members’ overall evaluations of life are shaped not only by their own but also by their partners’ satisfaction with various life domains. Taking a closer look at the strength of association between domain and life satisfaction, it was revealed that couple members are more similar than randomly paired individuals in the importance they place on their satisfaction with life together in the household. These similarities in domain importance illustrate that romantic partners are already interdependent in the way they arrive at their overall evaluations of life. Regarding the functional perspective, this work investigated the role of couple interrelations in subjective well-being for relationship happiness and stability. By disentangling different indicators of couple interrelations and their unique contributions to relationship outcomes, it became evident that stronger couple interrelations in subjective well-being are not universally beneficial. Instead, the present findings suggest that a stronger susceptibility to the romantic partner might be unfavorable in challenging times, facilitating a transactional downward spiral toward separation. By contrast, couple similarities in domain importance and in the strength of romantic partners’ susceptibility to each other predicted higher levels of relationship happiness. These findings illustrate the necessity to capture different indicators of couple interrelations when trying to arrive at a more nuanced understanding of its relational implications. Finally, and regarding the life span perspective, this dissertation examined couple interrelations in subjective well-being in an end-of life context. The current results suggest that couple members approaching the death of one partner, as opposed to couples that did not experience this stressful phase of life, showed increasing disparities and weaker between partner correlations in their changes in life satisfaction. However, these diverging developmental trajectories were not rooted in a diminishing transmission of romantic partners’ life satisfaction. Instead, to-be-deceased and to be-bereaved partners remained susceptible to each other’s declining levels of life satisfaction. These findings illustrate that romantic partners seem to co-produce each other’s well- and ill-being until the end of their shared life span as a couple. Insights gained from this cumulative dissertation will be used to derive an overarching update regarding the understanding of couple interrelations in subjective well being and to provide an outline of important steps for future research.
(Betreuung: Prof. Dr. Alexander Grob)