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Efficacy of open-label placebos for premenstrual syndrome: a randomised controlled trial

Bild passend zur Studie, liegende Frau auf dem Bett

Bild: iStock / LumiNola

Die Publikation Efficacy of open-label placebos for premenstrual syndrome: a randomised controlled trial von Dr. Antje Frey Nascimento aus der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Basel wurde im November 2025 mit dem Steven Karger Prize 2025 ausgezeichnet. Die Studie untersucht die Wirksamkeit von offen verabreichten Placebos bei der Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS) und liefert wegweisende Erkenntnisse für die klinische Praxis.

Hintergrund und Bedeutung der Studie: 

Die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter leidet unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS), das mit erheblichem psychischem und körperlichem Leidensdruck sowie funktionellen Beeinträchtigungen einhergeht. Trotz der hohen Prävalenz ist PMS bisher unzureichend erforscht, und gängige Therapien zeigen teilweise begrenzte Wirksamkeit, erhebliche Nebenwirkungen und geringe Akzeptanz. Für eine Vielzahl psychischer und körperlicher Beschwerden liegt eine starke Evidenz dafür vor, dass offen verabreichte Placebos – open-label Placebos – zu einer Reduktion der Symptomatik führen können. Vor diesem Hintergrund führten wir die erste randomisiert-kontrollierte Studie zur Wirksamkeit einer Open-Label-Placebo-Intervention bei Frauen mit PMS und der prämenstruellen dysphorischen Störung durch und untersuchten zusätzlich den Einfluss der Vermittlung einer Behandlungserklärung für die Open-Label-Placebobehandlung. Die Ergebnisse zeigen, dass offen verabreichte Placebos zu einer bedeutsamen und klinisch relevanten Reduktion der PMS-Symptomintensität sowie der Beeinträchtigung führten. Unsere Resultate deuten darauf hin, dass die Open-Label-Placebobehandlung eine mögliche Behandlungsalternative für Frauen mit PMS darstellen könnte. Darüber hinaus konnten wir zeigen, dass die Vermittlung der Behandlungserklärung den zentralen Wirkfaktor der Intervention darstellt. Dies unterstreicht die Bedeutung fundierter Aufklärungs- und Einwilligungsprozesse in der klinischen Praxis sowie das therapeutische Potenzial von Behandlungserklärungen selbst.

 

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