Organisation des Studiums

Das Studium der Psychologie an der Fakultät für Psychologie ist inhaltlich, formal und administrativ organisiert. Die inhaltlichen Grundlagen des Studiums der Psychologie an der Fakultät für Psychologie basieren auf den Vereinbarungen der Konferenz der Direktorinnen und Direktoren der Institute für Psychologie in der Schweiz, welche einerseits ein Kerncurriculum festlegt und andererseits die Äquivalenz und damit die Durchlässigkeit zwischen Hochschulen ermöglicht. Die formalen Grundlagen für das Studium der Psychologie an der Fakultät für Psychologie sind in der Studienordnung beschrieben und in den Studienplänen expliziert. Der Studienplan wiederum ist die Grundlage für das Lehrangebot, d.h. mit den angebotenen Lehrveranstaltungen wird die Erreichung der notwendigen 180 Kreditpunkten innerhalb der Regelstudienzeit von 3 Jahren ermöglicht. Das Studium der Psychologie an der Fakultät für Psychologie basiert administrativ auf MONA, mit dem Studierende das Studium organisieren können.

Inhaltlicher und formaler Aufbau des Bachelorstudiums

Die Umsetzung der inhaltlichen Vorgaben für das Bachelorstudium erfolgt in den Studienplänen anhand von verschiedenen Modulen. Ein Modul versteht sich dabei als Zusammenfassung einer oder mehrerer Lehrveranstaltungen, deren innere Kohärenz sich aus den Studienzielen ergibt. Innerhalb der Module gilt es, anhand verschiedener Veranstaltungen die Module mit der Mindestanzahl an Kreditpunkten auszufüllen. Im Vorlesungsverzeichnis ist jeweils geregelt, unter welchem Modul welche Veranstaltung angerechnet wird. Auf MONA lassen sich die belegten Veranstaltungen und die Module, in welchen sie angerechnet werden können, einsehen und die erfolgreich abgeschlossenen Lehrveranstaltungen den gewünschten Modulen zuordnen. Auf MONA werden Lehrveranstaltungen, welche in mehreren Modulen anrechenbar sind, in den betroffenen Modulen aufgelistet. Es besteht dann die Möglichkeit, diese Lehrveranstaltungen in das präferierte Modul zu verschieben.

Die zentrale Einheit im Studium sind Kreditpunkte. Ein Kreditpunkt steht für 30 Arbeitsstunden. Das Bachelorstudium an der Fakultät für Psychologie hat eine Regelstudienzeit von 3 Jahren und einen Umfang von 180 Kreditpunkten. Dies entspricht 30 Kreditpunkten pro Semester und 60 Kreditpunkten pro Jahr oder in Arbeitszeit ausgedrückt: Um das Bachelorstudium in der Regelstudienzeit von 3 Jahren erfolgreich zu absolvieren, ist  nahezu eine 100% Beschäftigung, d.h. 40 Stunden pro Woche bei 44 Wochen pro Jahr, angebracht. In diese Rechnung fliessen die Präsenzzeit, also die Zeit in den Lehrveranstaltungen, die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen, Übungen und Tutorate, die Prüfungsvorbereitungen sowie weitere Tätigkeiten, wie beispielsweise die Literaturrecherche mit ein. Kreditpunkte sind dabei studiumsspezifisch, d.h. es gibt keinen Übertrag von Kreditpunkten aus dem Bachelor- in das Masterstudium und vice versa. Kreditpunkte aus Bachelor- und Masterlehrveranstaltungen anderer Fakultäten können jedoch im Bachelor- sowie im Masterstudium der Psychologie im ausserfakultären Bereich angerechnet werden.

Kreditpunkte werden durch mündliche oder schriftliche Leistungsnachweise oder durch lehrveranstaltungsbegleitende Leistungsüberprüfungen erworben, wobei für gleiche und ähnliche Studienleistungen nur einmal Kreditpunkte vergeben werden. Mündliche oder schriftliche Leistungsüberprüfungen in Lehrveranstaltungen wie Vorlesungen und Vorlesungen mit Übungen erfolgen durch mündliche und/oder schriftliche Leistungsnachweise. Die lehrveranstaltungsbegleitende Leistungsüberprüfung erfolgt mit Ausnahme der Seminarleistung zum Theorieseminar durch aktive Beteiligung insbesondere in Form von Referaten, Essays, Übungsaufgaben oder Durchführung von psychologischen Untersuchungen. Die Seminarleistung zum Theorieseminar erfolgt schriftlich. Die Leistungsüberprüfungen liegen in der Verantwortung der bzw. des für die Lehrveranstaltung zuständigen Dozierenden. Studentische Leistungen werden durch die Dozierenden mit bestanden/nicht bestanden oder mit einer Note bewertet. Bei Letzterem reicht die Notenskala von 6 bis 1, wobei für das Bestehen mindestens die Note 4 erreicht werden muss. Bei allfälligen Wiederholungen einer Leistungsüberprüfung zählt die bessere Note.

Im Rahmen des Psychologiestudiums an der Fakultät für Psychologie werden verschiedene Typen von Lehrveranstaltungen angeboten. Im Folgenden ist eine Auflistung der verschiedenen Lehrveranstaltungsformen mit einer kurzen Beschreibung des Lehrformats aufgeführt:

  • Vorlesungen sind in ihrer Teilnehmerzahl nicht begrenzt und werden in der Regel mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Sie dienen dazu, den Studierenden einen Überblick über bestimmte Themengebiete und Fragestellungen zu verschaffen sowie theoretische Vorstellungen und Arbeitsweisen eines Teilbereichs der Psychologie zu ver- mitteln.
  • Seminare sind in ihrer Teilnehmerzahl beschränkt und setzen eine interaktive und engagierte Mitarbeit der Studierenden voraus.
  • Übungen sind an Vorlesungen und Seminare angegliedert, finden in Gruppen unter tutorieller Begleitung statt und dienen der praktischen Vertiefung spezieller Methoden und Fertigkeiten.

Administration des Bachelorstudiums

Das Rückmelden, das Belegen der Lehrveranstaltungen und die Administration der Kreditpunkte und Studienleistungen erfolgt online auf MONA. Ebenso kann auf MONA jederzeit Einsicht in den aktuellen Kreditpunktestand genommen werden. Eine Übersicht über die im Semester belegbaren Veranstaltungen findet sich im Vorlesungsverzeichnis, wo bei jeder Veranstaltung die spezifischen Voraussetzungen und eventuelle Bedingungen für das Belegen der Veranstaltungen sowie Angaben zur Leistungsüberprüfung vermerkt sind. Die Teilnahme an Lehrveranstaltungen kann vom Nachweis spezifischer Voraussetzungen abhängig gemacht werden, welche im Vorlesungsverzeichnis angegeben sind. Das Vorlesungsverzeichnis ist rechtsbindend und sollte somit bei der Auswahl der gewünschten Lehrveranstaltungen aufmerksam durchgelesen werden. Anhand der Merkliste im Vorlesungsverzeichnis lassen sich die zu belegenden Veranstaltungen ganz einfach in MONA übertragen. Eine genaue Anleitung zur Vorgehensweise beim Belegen und der Handhabung von MONA findet sich hier. Die aktuellen Belegfristen werden von der Universität Basel festgelegt. Für Seminare werden von der Fakultät für Psychologie gesonderte Belegfristen jeweils frühzeitig bekanntgegeben. Innerhalb dieser Frist können die gewünschten Seminare über MONA belegt werden. Im Anschluss geben die Dozierenden noch vor Semesterbeginn bekannt, wer einen Platz im Seminar erhält. Falls die Belegfristen der Universität nicht eingehalten werden konnten, kann bei Veranstaltungen der Fakultät für Psychologie ein Härtefallantrag auf verspätetes Belegen an die Prüfungskommission gestellt werden. Auf dem Antrag muss die Veranstaltungsnummer, Vorlesungstitel sowie Name und  Matrikelnummer angegeben sein und vermerkt werden, für welches Semester die Veranstaltung nachbelegt werden soll. Der/die Studierende reicht den von der Fakultät für Psychologie positiv bewilligten Antrag zur weiteren Bearbeitung beim Studierendensekretariat am Petersplatz ein. Für das Belegen von Lehrveranstaltungen nach Ablauf der Frist wird eine Gebühr von CHF 100.– erhoben. Bei ausserfakultären Veranstaltungen ist das Studiendekanat der betroffenen Fakultät für die Organisation der Belegung nach Ablauf der Belegfristen verantwortlich.

Der Erwerb von Kreditpunkten wird in der Datenabschrift bescheinigt und alle Studierenden erhalten jedes Semester nach Semesterende über MONA eine Datenabschrift mit den im Semester erbrachten Leistungen. Diese Datenabschrift ermöglicht eine Übersicht über den Kreditpunktestand in den Modulen und dient als Hilfestellung bei der weiteren Planung des Studiums. Die Datenabschrift muss auf Vollständigkeit geprüft werden. Veranstaltungen, die in mehr als einem Modul angerechnet werden können, sind auf der Datenabschrift in beiden Modulen aufgeführt. Der aktuelle Stand der erworbenen Kreditpunkte kann aber auch laufend in MONA eingesehen werden. Dort können die Veranstaltungen auch den Modulen zugeordnet werden. Die Bestellung von Ersatzdokumenten bei Verlust oder von zusätzlichen Dokumenten ist in der Regel gegen eine Gebühr möglich.