Erfahrungsbericht einer Studierenden der Vertiefungsrichtung Klinische Psychologie und Neurowissenschaften

Nachdem ich meinen Bachelor in Psychologie an der Universität Basel absolviert habe, kam die Frage auf, wo ich mit meinem Masterstudium beginnen möchte. Als ich verschiedene Universitäten und deren Angebot mit der Universität Basel verglichen habe, entschied ich mich dafür, in Basel zu bleiben. Es gab mehrere Gründe, die für ein weiteres Studium in Basel gesprochen haben. Ein Grund war sicherlich meine Begeisterung für die Stadt Basel und die Tatsache, dass man als Studentin das Privileg hat, mitten in dieser tollen Stadt zu studieren. Durch die zentrale Lage der Uni ist man auch gut vernetzt und kann daher gut vor/nach der Uni oder in Zwischenstunden Einkäufe erledigen oder Freunde auf einen Kaffee oder ein Feierabendbier treffen. Basel schafft es, authentisch zu bleiben und nicht kommerzialisiert zu wirken und durch die Verbindung von alt und neu, den unzähligen tollen Cafés, den verwinkelten alten Gässlein, dem Rhein der in Mitten der Stadt fliesst, erhält Basel einen unbeschreiblichen Charme. Und obwohl es sich um eine kleine Stadt handelt, wird eine breite Palette an unterschiedlichen Events angeboten, so dass für jedermann/jederfrau etwas dabei ist und einem dadurch nie langweilig werden kann. Ausserdem finden jährlich auch unzählige grössere Veranstaltungen statt, welche die ganze Stadt bewegen. So beispielsweise die von den Baslern gefeierte Fasnacht (Anmerkung: es handelt sich hierbei um „die dreey schèènschte Dääg“ gemäss jedem Basler/jeder Baslerin), das Rheinschwimmen, die Herbstmesse oder die Art Basel.

Neben meiner Begeisterung für die Stadt Basel hat mich aber auch das universitäre Angebot davon überzeugt, mein Studium weiterhin in Basel fortzusetzen. In der Vertiefungsrichtung Klinische Psychologie und Neurowissenschaften werden zwei inhaltliche Bereiche miteinander verbunden und ich konnte meine Lehrveranstaltungen und meine Masterarbeit meinen Interessen entsprechend gestalten, da man nicht darauf angewiesen ist, eine gewisse Anzahl an Kreditpunkten pro Gebiet zu erlangen. Diese freie Wahl war für mich ausschlaggebend, da es für mich im Masterstudium darum geht, meinen Interessen nachzugehen und Wissen vertiefen zu können, welches mich persönlich weiterbringt. Durch die Verknüpfung der klinischen Psychologie mit den Neurowissenschaften ist das Lehrangebot auch sehr vielfältig, sodass ich meine für mich passenden Veranstaltungen finden konnte. Am Masterstudium in der Vertiefungsrichtung Klinische Psychologie und Neurowissenschaften gefällt mir auch, dass man auch Veranstaltungen in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel belegen kann und sich somit auch ausserhalb der gewohnten universitären Räume bewegt. Insbesondere die Praxisseminare, die es im Bachelorstudium nicht gibt, sind da von grosser Bedeutung und bieten Raum für die Anwendung des theoretischen Wissens.

Ich habe die Universität von Bachelor- ins Masterstudium nicht gewechselt, aber es fühlt sich schon wie ein neues und eigenständiges Studium an. Zum einen führen die individuelle Vertiefung und die zunehmende Anzahl an Seminaren dazu, dass man immer wieder in neuen Konstellationen Veranstaltungen besucht und dadurch der Austausch mit anderen Studierenden, die man zuvor nicht so kannte, ermöglicht wird. Zum anderen führt auch das Masterprojekt und die Masterarbeit zu einem neuen Studienerlebnis. Während des Masterstudiums ist man aktiv für insgesamt drei Semester an einem Forschungsprojekt beteiligt und ist damit auch nicht nur Konsument von Forschung, sondern auch tatsächlich selbst an der Forschung beteiligt. Das ist sehr spannend (und auch herausfordernd) und ich habe mich dadurch sehr intensiv mit meinem Thema auseinandergesetzt.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass mir das Masterstudium in der Vertiefungsrichtung Klinische Psychologie und Neurowissenschaften eine solide Grundlage für meine spätere Tätigkeit als klinische Psychologin bietet. Ich lerne nicht nur viel, sondern kann mich aktiv einbringen und ich werde in meinen Fähigkeiten und Interessen vom Lehrangebot und den Dozierenden nicht nur gefordert, sondern auch gefördert.